Potsdamer Verein erhält den Erlös des Osterbasars

27. April 2011 | Themenbereich: Brandenburg, Justiz | Drucken

Den Erlös des diesjährigen Osterbasars des Justizministeriums in Höhe von 1.336,70 Euro übergibt Justizminister Dr. Volkmar Schöneburg heute dem 1997 in Potsdam gegründeten Verein „Manne e.V.“ Allein 300 Euro hatte die Versteigerung des Ölgemäldes „Kinder“ erbracht, das der Gefangene Herbert Lieberam für die Kunstauktion im Rahmen des Osterbasars zur Verfügung gestellt hatte.

Im Bereich der Justiz hat der vom Landesjugendamt anerkannte Träger der freien Jugendhilfe, „Manne e.V.“, bereits Fortbildungen zum Thema „Kriminalität und Männlichkeit – Geschlechtsspezifische Arbeit mit straffällig gewordenen Männern und Jugendlichen“ angeboten. Darüber hinaus hatte Manne e.V. in der Justizvollzugsanstalt Wriezen ein Projekt mit dem Titel „Männerstunden“ durchgeführt.

Schöneburg: „Da etwa 97 Prozent aller Gefangenen Männer sind, liegt der Gedanke nicht fern, dass das traditionelle Rollenverständnis vom rigorosen Mann, der Gefühlsregungen als Schwäche missversteht und unterdrückt, an diesem Zustand nicht ganz unbeteiligt ist. Besonders augenscheinlich wird der Zusammenhang zwischen dem Idol des harten Kerls und Gewalt bei rechtsextremen Schlägern, aber längst nicht nur bei ihnen. Manne e.V. entwirft ein positives Gegenbild dazu. Und plötzlich erscheint es dabei wie selbstverständlich, dass ein Mann Gefühle zeigen darf, dass er partnerschaftlich und nicht herrisch denkt und handelt, dass er sensibel und tolerant ist. Ich bin überzeugt, dass dieses Männerbild helfen kann, Gewalt zu vermeiden. Die Arbeit von Manne e.V. an einem neuen Männerbild ist ein wertvoller Beitrag zu den Zielen der Justiz: gegenseitige Achtung und Befriedung.“

Unter den im Land Brandenburg derzeit einsitzenden etwa 1580 Gefangenen sind lediglich 43 Frauen; das sind weniger als drei Prozent. 25 von ihnen sind im geschlossenen Vollzug der Justizvollzugsanstalt Luckau-Duben untergebracht, weitere sechs in der dortigen Untersuchungshaftabteilung. Zudem leben zwölf Frauen im offenen Vollzug, der in der Außenstelle in Spremberg organisiert ist.

Für die Unterbringung jugendlicher und junger Straftäter stehen im Land Brandenburg die Justizvollzugsanstalten in Wriezen und Cottbus-Dissenchen zur Verfügung. In der Jugendstrafanstalt Wriezen befinden sich gegenwärtig etwa 85 junge Männer im geschlossenen und etwa zehn im offenen Vollzug. Die Sozialtherapeutische Abteilung mit 21 Plätzen ist ausgelastet und die Untersuchungshaftabteilung mit 15 Plätzen etwa zur Hälfte belegt. In der JVA Cottbus-Dissenchen stehen weitere 108 Plätze für die Unterbringung junger Straftäter zur Verfügung.

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