DPolG unterstützt Forderungen der Union nach einem „Warnschussarrest“

26. April 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG) unterstützt den Vorschlag der Union nach Einführung eines sogenannten „Warnschussarrests“ für jugendliche Straftäter. Nach der brutalen Attacke zweier 18jähriger auf einen 29jährigen in einer Berliner U-Bahnstation am vergangenen Samstag, bei der das Opfer schwerste Kopfverletzungen davontrug, muss nach Ansicht des stellvertretenden Bundesvorsitzenden Joachim Lenders schnell gehandelt werden.

„Es kann nicht sein, dass nach einer solchen schrecklichen Prügelattacke, die beiden 18jährigen auf freien Fuß gesetzt werden. Und das mit der Begründung sie seien noch jung und hätten sich bisher nichts zu Schulden kommen lassen. An dieser Stelle muss der Staat schnell und entschlossen handeln.“ so Lenders.

Ein Warnschussarrest, bei dem straffällig gewordene Jugendliche für mehrere Wochen mit Freiheitsentzug belegt werden, kann den jungen Leuten nachdrücklich den Ernst ihrer Lage verdeutlichen und die Notwendigkeit einer Verhaltensänderung vor Augen führen.

Lenders: „Es ist zwar nicht erwiesen, trotzdem sind sich unsere berufserfahrenen Kolleginnen und Kollegen sicher, dass ein Teil der Kriminalität darin begründet liegt, dass die Täter mit relativ milden Strafen zu rechnen haben. Der Arrest sollte auch deshalb eingeführt werden, damit es bei Ersttätern vermieden wird, nur Bewährungsstrafen zu verhängen. Die DPolG fordert das Bundesjustizministerium auf, sehr bald einen entsprechenden Gesetzentwurf vorzulegen. „

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