Erstverwendung von Berufsanfängern

23. April 2011 | Themenbereich: Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Die jetzt bekannt gewordenen Pläne für ein neues System der Verwendung der Berufsanfänger stoßen bei der GdP in der Art der Umsetzung auf Kritik und Unverständnis. Ein neues System sollte erst nach einem gründlichen Überlegungsprozess umgesetzt werden. Schnellschüsse sind hier nicht hilfreich. Die positiven Erfahrungswerte des jetzigen Erstverwendungssystems dürfen nicht außer acht gelassen werden.

Natürlich sieht auch die GdP das Problem des hohen Altersdurchschnitts. Angesichts der hohen Anzahl von Fachhochschulabsolventen, die ab 2011 ihren Dienst aufnehmen, ist es folgerichtig über deren bedarfsgerechte Verteilung nachzudenken. Die GdP hat daher ein Positionspapier vorgelegt, in dem Optimierungsvorschläge zur derzeitigen Belastungsbezogenen Kräfteverteilung (BKV) und dem persönlichen Nachersatzverfahren vorgestellt werden.

Diese Vorschläge tragen vor allem den Bedürfnissen der Behörden Rechnung, in denen besonders problematische Altersstrukturen vorhanden sind. Dies gilt für die überalterten Ermittlungsdienste ebenso wie für den Wach- und Wechseldienst. Im Bereich der Bereitschaftspolizei darf bei allen Überlegungen nicht zugelassen werden, dass die hohe Professionalität und der sehr gute Fortbildungsstandard der Einheiten durch eine zu kurze Verweildauer der Kräfte gefährdet wird. Der Ermittlungsdienst eignet sich auch nicht als Durchlauferhitzer für Fachhochschulabsolventen, sondern er muss quantitativ und qualitativ dauerhaft verstärkt werden.

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