Gesetzliche Neuerungen bei der Bargeldversorgung

21. April 2011 | Themenbereich: Security | Drucken

Der Countdown läuft für die zum 1. Mai anstehenden Änderungen in der Bargeldversorgung, die sich aus dem Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz (ZAG) sowie der Aufgabenreduzierung der Bundesbank bei der Bargeldbearbeitung ergeben. „Durch unsere parallele Strategie aus Banken-Kooperationsmodell und eigenem ZAG-Lizenzierungsantrag sind wir für die aktuellen Umstellungen und künftigen Entwicklungen bestens gewappnet“, betont Friedrich P. Kötter, Geschäftsführer von KÖTTER Geld- & Wertdienste. „Damit ist die individuelle Münzgeldversorgung unserer Kunden auch zukünftig weiter gesichert.“

Das Vorgehen: „Wir werden die Münzgeldversorgung unserer Auftraggeber bei Handel, Banken etc. zunächst über die Partnerschaft mit der Commerzbank AG und der SOLTRX Transaction Services GmbH (STS), die ihrerseits eine 100%ige Tochter der Commerzbank AG ist, bzw. die Kooperation mit der DZ Bank AG sicherstellen. Damit haben unsere Kunden entsprechende Wahlmöglichkeiten“, sagt Friedrich P. Kötter, der auch stellvertretender Vorsitzender der Bundesvereinigung Deutscher Geld- & Wertdienste (BDGW) ist.

Die Bundesbank will ihren Anteil an der Bargeldbearbeitung von 70 auf 50 Prozent reduzieren. Gleichzeitig sollen die privaten Dienstleister erweiterte Cashmanagement-Aufgaben übernehmen. Gesetzliche Grundlage hierfür ist das ZAG. Mit Ablauf der ZAG-Übergangsfrist werden zum 30. April 2011 zunächst alle Münzgeldkonten und Sammel-Treuhandkonten zur Bargeldversorgung durch die Bundesbank gekündigt.

Ausschließlich Geld- und Wertdienstleister, die über eine Zulassung gemäß § 8 ZAG verfügen, erhalten auf Antrag Girokonten zur Geschäftsabwicklung. Nur ihnen ist das Cash-Recycling erlaubt, d. h., sie dürfen Banknoten und Münzen nach ordnungsgemäßer Prüfung auf Echtheit und Qualität ohne Einbindung der Bundesbank selbst wieder in Umlauf bringen. Alle anderen Dienstleister benötigen die oben angeführte Kooperation mit Banken. Diese stellen die erforderlichen Konten und einen Bargeldpool zur Verfügung, so dass die Ein- und Auszahlungen weiter mit individuellen Stückelungen erfolgen können.

„Gleichzeitig halten wir an unserem Lizenzierungsantrag als zweitem Standbein fest“, so Friedrich P. Kötter. KÖTTER Geld- & Wertdienste hatte als bundesweit erster Dienstleister bereits im Sommer 2010 den Antrag bei der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellt. Zudem hat sich das Unternehmen durch Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiter, die notwendige Infrastruktur (z. B. von der Bundesbank zugelassene Maschinen für die erweiterte Geldbearbeitung) und die entsprechenden organisatorischen Abläufe auf die Anforderungen sowohl der ZAG-Lizenzierung als auch des Bankenkooperationsmodells eingestellt. Die BaFin hat allen Geld- und Wertdienstleistern inzwischen aber mitgeteilt, dass sich das ZAG-Antragsverfahren verzögern werde.

Die angeführten Umstellungen sind aber nicht die ersten Neuerungen: Bereits seit 1. Januar 2011 sind bei der Bundesbank im Münzgeldverkehr ausschließlich so genannte Normcontainer zugelassen. Das bedeutet, dass Aus- und Einzahlungen bei der Bundesbank nur noch in kompletten Containern einer Stückelung (1 Cent, 2 Cent etc.) bestellt oder abgeliefert werden können. Der Gesamtgegenwert aller Stückelungen in den acht Containern beläuft sich dann auf 314.000 Euro bzw. ein Gesamtgewicht von ca. fünf Tonnen. Während einer Übergangszeit kann Münzgeld zwar auch weiter unterhalb dieser Vorgaben abgeholt und eingezahlt werden. Allerdings ist dies – bei einer Bearbeitungsgebühr von 25 Euro pro Stückelung – mit einem hohen Entgelt von bis zu 200 Euro je Abholung verbunden.

„Bei diesen Umstellungen haben wir erneut unsere Leistungsstärke unter Beweis gestellt“, unterstreicht Friedrich P. Kötter. „Sämtliche Anpassungen sind gut über die Bühne gegangen, womit sich auch die internen Vorbereitungen und die frühzeitige Information der Kunden ausgezahlt haben.“

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