Bilanz des landesweiten Geschwindigkeitskontrolltags

19. April 2011 | Themenbereich: Rheinland-Pfalz, Verkehr | Drucken

Bei einem landesweiten Geschwindigkeitskontrolltag hat die Polizei Rheinland-Pfalz an zahlreichen Stellen Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt. Schwerpunkte waren hierbei die Autobahnen und Schnellstraßen. Darüber hinaus galten die Kontrollen der Verfolgung aggressiven Fahrverhaltens. Insgesamt mussten 5882 Verkehrsverstöße beanstandet werden. „Im Interesse der Verkehrssicherheit sind Geschwindigkeitskontrollen notwendig, um die Zahl der getöteten und schwerverletzten Verkehrsteilnehmer in Rheinland-Pfalz weiter reduzieren zu können“, sagte Innenminister Karl Peter Bruch. Nicht angepasste und überhöhte Geschwindigkeit sei nach wie vor eine der Hauptunfallursache in Rheinland-Pfalz, insbesondere bei den Unfällen mit schweren Personenschäden.
Im ersten Quartal 2011 ereigneten sich in Rheinland-Pfalz 30.022 Verkehrsunfälle, davon 4.196 wegen nicht angepasster Geschwindigkeit (14,0 %). Bei den Unfällen mit Personenschaden war nicht angepasste Geschwindigkeit in 785 Fällen (26,8 Prozent) ursächlich.

Die Polizei führte die Schwerpunktkontrollen mit hohem personellem und technischem Aufwand durch. Insgesamt waren 599 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte an 128 verschiedenen Kontrollstellen mit allen vorhandenen Geschwindigkeitsmessgeräten, wie Radargeräten, Lasertechnik, Einseitensensor- und Lichtschrankenmessanlagen, im Einsatz. Die Ergebnisse bestätigen die Notwendigkeit von Landeskontrolltagen, belegen aber insbesondere auch die Notwendigkeit regelmäßiger Geschwindigkeitskontrollen im regionalen Bereich.

Gesamtergebnis der Kontrollen:

Landesweit wurden 65.819 Fahrzeuge gemessen. Dabei wurden folgende Verstöße festgestellt:

5356 Geschwindigkeitsüberschreitungen,

526 sonstige Verstöße davon 237 Abstandsunterschreitungen,

143 Nichtbeachtung der Gurtpflicht,

13 Mängel in der Fahrzeugtechnik / Ausrüstung und 34 Missachtungen von Überholverboten.

Diese Feststellungen führten zu 4396 Verwarnungen, 1418 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, 7 Strafanzeigen, 20 Sicherheitsleistungen (3.580.-€) und voraussichtlich 94 Fahrverboten.
Spitzenreiter im negativen Sinne war ein Verkehrsteilnehmer, der auf der Autobahn 65 bei Landau mit einer Geschwindigkeit von 188 km/h gemessen wurde, obwohl dort nur 100 km/h erlaubt sind. Aufgrund der besonderen Tatumstände kommt auf den Fahrer ein Bußgeld in Höhe von 600.- € und ein Fahrverbot bis zu drei Monaten zu.

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