Diensthunde im Kampf gegen Kriminalität

18. April 2011 | Themenbereich: Aktuell | Drucken

Seit Juli 2010 unterstützt das German Police Projekt Team (GPPT) die Afghanische Grenzpolizei beim Aufbau eines Diensthundewesens im Bereich Drogen und Sprengstoff. Diensthunde werden im Kampf gegen Transport, Schmuggel und Gebrauch von Sprengstoffen, Drogen und anderen illegalen Mitteln an den afghanischen Grenzen eingesetzt. Dadurch soll die öffentliche Sicherheit im Allgemeinen und die Grenz-, Flughafen- und Luftsicherheit im Besonderen verbessert werden.

Erfahrene deutsche Diensthundführer des GPPT K9 – Teams konnten zusammen mit der zivilen afghanischen Hilfsorganisation Mine Detection Center bis Ende des letzten Jahres bereits 10 ausgesuchte afghanische Grenzpolizisten mit ihren Diensthunden zu Sprengstoffspürhundführern ausbilden. Parallel dazu wurden an den zukünftigen Dienstorten alle Vorbereitungen für die Haltung und Unterbringung der Hunde getroffen. Außerdem wird die Afghanische Grenzpolizei eingehend geschult, um zukünftig selbständig Diensthunde halten, diese ausbilden und mit ihnen arbeiten zu können.

Derzeit begleitet das K9-Team u. a. einen Drogenspürhundlehrgang mit weiteren 10 Diensthundführern mit Hunden auf dem Gelände des Mine Detection Centers in Kabul – die Abschlussprüfung ist für Anfang Juli 2011 geplant.

Seit Februar 2011 versehen 3 afghanische Diensthundführer mit Hunden in Kabul am Flughafen, 2 Diensthundführer am Grenzübergang Torkham (Jalalabad) und 2 Kollegen in Mazar-i-Scharif ihren Dienst. Nach erfolgtem Aufbau der Hundezwinger in Herat und Kandahar werden in Kürze auch diese Standorte mit jeweils zwei Hundeführern besetzt.
Um einen dauerhaften Erfolg des Projekts zu gewährleisten ist es erforderlich, dass die Einheiten regelmäßig betreut und fortgebildet werden. In Kabul, Mazar-i-Scharif und Herat übernehmen das die deutschen Kollegen. Um eine zukünftige Selbstständigkeit im afghanischen Diensthundewesen zu gewährleisten, müssen afghanische Diensthundelehrwarte ausgebildet werden. Ein erfahrener Hundeführer wurde bereits ausgewählt, um beim Mine Detection Center die entsprechende Fähigkeit als Diensthundelehrwart (Trainer) zu erlangen und damit die Verantwortung für die Aus- und Fortbildung übernehmen zu können.

Die jüngst erfolgte Einbindung der Spezialhunde in die Kontrollen der afghanischen Grenzpolizei findet bereits positiven Anklang. Dienststellenleiter äußerten sich sehr positiv über die Arbeit der ausgebildeten Hundeführer.
Für die Zukunft ist geplant, dass insgesamt 96 Sprengstoff- und Drogenspürhundführe ihren Dienst bei der afghanischen Grenzpolizei versehen.

1 Kommentar
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  1. Im Zeitalter ständiger Forderungen nach Erweiterung der Fremdsprachenkenntnisse als Beweis für interkulturelle Kompetenz sollte man nicht gerade Fehler aus Veröffentlichungen des Ministeriums übernehmen. Bei GPPT muss es „Project“ und nicht „Projekt“ heißen. Und ob denn jeder weiß, was die hübsche Umschreibung K9 bedeutet?

    B. Walter

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