Cyber-Mobbing

14. April 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Kürzlich schlugen 20 Jugendliche in Berlin einen 17-Jährigen auf offener Straße brutal zusammen, weil er seine Freundin vor eben solchen Online-Attacken schützen wollte.

„Das dürfen wir als Gesellschaft nicht länger tolerieren“, fordert der BDK-Bundesvorsitzende Klaus Jansen zum Hinsehen und Handeln auf.

Mobbing hat durch das Internet eine neue Dimension erfahren, denn im Internet sind die Opfer den Verleumdungen und Beleidigungen weltweit und rund um die Uhr ausgesetzt. Einmal im Netz veröffentlicht, ist es nahezu unmöglich, entsprechende verleumderische oder bloßstellende Texte, Fotos und Videos der Opfer wieder zu entfernen. Das Internet ist für viele Kinder und Jugendliche zu einer respekt- und in weiten Teilen rechtsfreien Zone geworden.

„Kurzfristige, populistische Aktionen wie das Sperren oder Indizieren fragwürdiger Internet-Portale reichen nicht aus, dem entgegenzuwirken“, ist die eindeutige Feststellung des BDK-Bundesvorsitzenden Klaus Jansen.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

„Die Achtung der menschlichen Würde im Internet gehört dazu. Hier hat Politik das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen“, unterstützt Klaus Jansen, Bundesvorsitzender des Bund Deutscher Kriminalbeamter,
die Forderungen des Projektes STOP Cyber-Mobbing:

  • Flächendeckende Online-Gewalt-Prävention ab Grundschulalter.
  • Bundesweiten einheitlichen Verhaltenscodex zum Thema Cyber-Mobbing.
  • Schaffung einer rechtlich verbindlichen Grundlage für Strafverfolgung beim Tatbestand des Cyber-Mobbings.
  • Eine verbindliche bundesweite Einführung eines Schulfaches „Medienkompetenz“.

Der BDK bittet alle Bürger, über die Website des BDK www.bdk.de oder direkt über www.stopcybermobbing.de, die Petition zum Projekt STOP Cyber-Mobbing mit seinem guten Namen per Mausklick zu unterstützen.

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