WM-Städte 2010 in Südafrika erfolgreich unterstützt

6. April 2011 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Unter dem Leitmotto „Wir reichen die Hand“ hatten von 2007 bis 2010 rund 30 Personen des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und der Arbeitsgemeinschaft der Berufsfeuerwehren (AGBF) die südafrikanischen WM-Städte 2010 bei ihren Vorbereitungen in Fragen der Sicherheit bei Großveranstaltungen beraten und unterstützt. Von Seiten des AGBF beteiligten sich Feuerwehrkräfte aus fast allen deutschen WM-Städten von 2006 an dem Projekt.

Ende März trafen sich die Mitglieder der Arbeitsgruppe „WM2010″ des BBK und das Team der AGBF zu einem letzten gemeinsamen Treffen, um das Projekt abzuschließen.

Über den Zeitraum von drei Jahren fanden insgesamt 24 Treffen mit den südafrikanischen Partnern sowie Reisen zu den WM-Stätten 2010 statt. Neben zahlreichen Workshops zu so wesentlichen Themen wie der Planung von Großveranstaltungen oder einem Massenanfall von Verletzten, gaben die deutschen Projektmitglieder den Südafrikanern auch Denkanstöße bei ihren Personalbedarfsplanungen oder bei den Anforderungen an die Ausstattung der örtlichen Feuerwehren. Vor allem Erfahrungen in der Operations- und Einsatzplanung, mit Planübungen und bei der Risikobewertung waren Gegenstand des kollegialen Fachaustauschs.

Jedes Treffen bereiteten die Deutschen in Wochenend-Workshops an der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) des BBK in Bad Neuenahr-Ahrweiler vor und werteten die Ergebnisse anschließend aus. So konnten die gewonnen Informationen bereits dem nächsten Treffen zugute kommen.

Für den gegenseitigen Austausch von Wissen über die unterschiedlichen Kulturkreise hinweg waren insbesondere die vorhandenen Partnerschaften zwischen Deutschland und Südafrika hilfreich, die beispielsweise zwischen den Städten München und Kapstadt bestanden. Auch neue Partnerschaften wurden gegründet. Neben fachlichen Aspekten sammelten die Beteiligten wertvolle Erfahrungen mit Kollegen aus einem anderen Kulturkreis und unter anderen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen.

Das Projekt wurde durch INWENT, eine Organisation des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit (BMZ), finanziert. INWENT (seit Januar GIZ) baute mit seinem Team in Bonn und vor Ort in Südafrika die Kontakte zu den Verantwortlichen der Feuerwehren, Rettungsdienste und Katastrophenschutz-Verantwortlichen auf und leitete die Wünsche der Südafrikaner nach Deutschland weiter.

Es war das erste internationale Projekt, das BBK und AGBF in dieser Konstellation veranstaltet hatten. Der gemeinsame Abschlußbericht wird voraussichtlich Mitte des Jahres veröffentlicht.

Bei Bedarf soll die gute Zusammenarbeit bei anderen Projekten fortgeführt werden.

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