Delegation aus Jordanien

6. April 2011 | Themenbereich: Justiz, Niedersachsen | Drucken

Alternativen zur Haftstrafe galt das besondere Interesse einer Delegation aus Jordanien, die in ideser Woche von Justizminister Bernd Busemann im Niedersächsischen Justizministerium in Hannover empfangen wurde. „Wir verfolgen die Entwicklungen in ihrem Land, wie auch im gesamten arabischen Raum, mit großem Interesse“, sagte Busemann. Insbesondere verfolge er die Bestrebungen zu einer grundlegenden Reform des Justizvollzugs in Jordanien.

Der jordanischen Delegation gehören mit Brigadier Muhamad Al Zawahreh, Rechtsberater des Generaldirektors der obersten Polizeibehörde Jordaniens, der auch die Aufsicht über den Strafvollzug und die Haftanstalten obliegt, Brigadier Dr. Waddah Hmoud, Direktor der Gesamtverwaltung der Justizvollzugsanstalten und Lieutenant Colonel Musab Turki Al Nassar, Staatsanwalt bei der Gesamtverwaltung der Justizvollzugsanstalten in Jordanien, hochrangige Beamte an.

Die Delegation hat ein einwöchiges umfangreiches Tagungs- und Besichtigungsprogramm in Niedersachsen. Im Programm sind unter anderem die Jugendanstalt in Hameln sowie Besuche in den regionalen Büros des Ambulanten Justizsozialdienstes Niedersachsen (AJSD) in Hannover, und Oldenburg. „Wir wollen uns über die verschiedenen Konzepte der Betreuung und Behandlung von Straftätern mit vorbeugendem Charakter informieren. Es ist erfolgversprechender und preiswerter, straffällig gewordene Personen wieder in die Gesellschaft einzugliedern, als sie einfach nur einzusperren“, so Brigadier Muhamad Al Zawahreh. Der Besuch in Niedersachsen und speziell beim AJSD sei die Fortsetzung einer deutsch-jordanischen Tagung im Januar in Amman. Die Zusammenarbeit werde von der Deutschen Stiftung für internationale rechtliche Zusammenarbeit e. V. (IRZ) unterstützt. Niedersachsen gelte bei der IRZ als Vorzeigemodell für die Bedeutung ambulanter Dienste in der Strafrechtspflege. Vorträge zu Bewährungshilfe, Betreuung von Sexual-und Gewaltstraftätern, Jugendgerichtshilfe und Täter-Opfer-Ausgleich runden das Besuchsprogramm ab.

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