Förderung für Präventionsarbeit

4. April 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Prävention | Drucken

Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Kommunalen Präventionsrates und Trägern von Präventionsprojekten aus dem Landkreis Mecklenburg-Strelitz hat sich Innenminister Lorenz Caffier heute in Neustrelitz über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit im Landkreis informiert. Gleichzeitig lobte er das Engagement aller Beteiligten.

„Wir können Straftaten und Gewalt nur dann dauerhaft erfolgreich vorbeugen und verhindern, wenn vor Ort die staatlich zuständigen Stellen mit engagierten nichtstaatlichen Organisationen zusammenarbeiten. Dafür ist der Landkreis Mecklenburg-Strelitz seit vielen ein gutes Beispiel“, lobte der Minister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) ist. „Sie leisten seit langem eine unverzichtbare Arbeit, auf die wir auch in Zukunft nicht verzichten können und die wir weiterhin finanziell unterstützen wollen.“

In der Präventionsarbeit zählt Mecklenburg-Strelitz bereits seit vielen Jahren zu den besonders aktiven Landkreisen in Mecklenburg-Vorpommern. Beispielhaft sind vor allem die Arbeit des Kommunalen Präventionsrates in Kooperation mit der Polizei, die Aktivitäten des „Vereins zur Förderung der Kriminalprävention e.V.“ sowie die vielfältigen Projekte und Initiativen von Vereinen, Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen des Kreises. In den nächsten Jahren komme es nach den Worten von Minister Caffier darauf an, diese Stärken und guten Erfahrungen auch in den neu zu bildenden großen Landkreis mit einzubringen.

Um diese gesamtgesellschaftliche Vernetzung zu festigen und weiter auszubauen, hat der Kommunale Präventionsrat des Landkreises Mecklenburg-Strelitz kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von 6.290 EUR zur direkten Unterstützung seiner Arbeit erhalten. Möglich geworden war dies durch eine neue Förderrichtlinie, die im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Mit dieser neuen Fördermöglichkeit können die Kommunalen Präventionsräte landesweit mehr noch als bisher eine koordinierende Funktion bei der Präventionsarbeit staatlicher und nichtstaatlicher Partner wahrnehmen“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Über die direkte Förderung des Kommunalen Präventionsrates des Landkreises hinaus unterstützt der LfK auch in diesem Jahr wieder mehrere Einzelprojekte in der Region:

Das T.E.S.A.-Team der AWO Mecklenburg-Strelitz gGmbH erhält für das Projekt „Mediation an weiterführenden Schulen und Grundschulen“ 6.000 EUR. Mit diesem Projekt setzt T.E.S.A. seine bereits seit Jahren bewährte Praxis fort, an insgesamt 14 Schulen des Landkreises und darüber hinaus Schülerinnen und Schüler zu Konfliktschlichtern auszubilden.

Darüber hinaus erhält das T.E.S.A.-Team der AWO Mecklenburg-Strelitz gGmbH 6.000 EUR für ihr Projekt „Ich – Du – Wir – Gemeinsam“. Hierbei handelt es sich um ein ebenfalls seit Jahren anerkanntes Projekt zur Gewaltvorbeugung, das in diesem Jahr in Kooperation mit insgesamt 10 Kindertagesstätten und Grundschulen des Landkreises durchgeführt wird. An jeweils vier Projekttagen werden dabei in kindgerechter Form vor allem Team- und Konfliktfähigkeit sowie der respektvolle Umgang miteinander geübt.

Weitere 8.000 EUR erhält der Verein zur Förderung der Kriminalprävention im Landkreis Mecklenburg-Strelitz e.V. für das Projekt „Seitenwechsel 2011“. Die Pädagogin Martina Herre, die im Jahr 2009 für ihre engagierte und innovative Projektarbeit mit dem Landespräventionspreis ausgezeichnet wurde, nutzt in diesem Projekt die besonderen Möglichkeiten der Theaterpädagogik, um in insgesamt 80 Seminaren und Vorstellungen mit bis zu 2.000 Schülerinnen und Schüler aus Grund-, Regional- und Förderschulen sowie Gymnasien des gesamten Landkreises gewaltpräventive Themen zu behandeln.

Insgesamt unterstützt der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung somit die Präventionsarbeit des Landkreises Mecklenburg-Strelitz in diesem Jahr mit 26.290 EUR.

Dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung stehen in diesem Jahr wie auch im Vorjahr insgesamt 326.000 EUR Fördermittel zur Verfügung. Nach einem festen Einwohnerschlüssel erhalten davon die Kommunalen Präventionsräte der Landkreise und kreisfreien Städte ca. 114.000 EUR. Mit den verbleibenden ca. 212.000 EUR werden im Ergebnis eines vorgeschriebenen Antragsverfahrens landesweit über 50 Einzelprojekte gefördert.

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