Vollzugsanwärter haben Laufbahnprüfung absolviert

31. März 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Strafvollzug | Drucken

Nach gut zweijähriger Ausbildung haben die Vollzugsanwärterinnen und -anwärter des 200. und 201. Abschlusslehrgangs der Justizvollzugsschule Baden-Württemberg ihre Laufbahnprüfung abgeschlossen.
Die erfolgreichen Absolventen werden nun in den Landesdienst übernommen und im allgemeinen Vollzugsdienst sowie im Werkdienst des Landes eingesetzt.

Der Amtschef des Justizministeriums, Ministerialdirektor Michael Steindorfner, beglückwünschte die frisch gebackenen Absolventinnen und Absolventen im Rahmen einer Feierstunde am Donnerstag (31. März 2011) in der Alten Turnhalle in Stuttgart-Stammheim: „Sie erwartet im Justizvollzug eine anspruchsvolle und abwechslungsreiche Tätigkeit. Sie erfüllen einen wichtigen gesetzlichen und sehr bedeutsamen gesellschaftlichen Auftrag. Denn Ihre Arbeit dient der Sicherung des Strafverfahrens, dem Schutz der Allgemeinheit und der Eingliederung der Strafgefangenen in unsere Gesellschaft. In Zusammenarbeit mit anderen staatlichen und nichtstaatlichen Stellen leisten Sie damit in Zukunft einen unverzichtbaren Beitrag zur inneren Sicherheit unseres Landes, zu unserer rechtsstaatlichen Ordnung und nicht zuletzt zur Gewährleistung des Rechtsfriedens in unserem Gemeinwesen“, so Steindorfner.

Die Aufgaben im Justizvollzug stellten große Anforderungen an die Persönlichkeit, das fachliche Können, das Engagement und Einfühlungsvermögen jedes einzelnen Bediensteten. Genauso wichtig wie für den Schutz der Allgemeinheit durch eine sichere Unterbringung der Gefangenen Sorge zu tragen, sei dabei auch die Vorbereitung der Gefangenen auf ein zukünftig straffreies Leben. „In Ihrer täglichen Arbeit mit den Gefangenen schaffen Sie dafür die Voraussetzungen. Das beste Mittel zur Vermeidung von Straftaten durch Strafgefangene ist und bleibt die Arbeit mit dem Täter“, erklärte Steindorfner.

Der Ministerialdirektor dankte dem Leiter der Justizvollzugsschule des Landes, Thomas Müller, und seinem Team für ihr großes Engagement bei der erfolgreichen Ausbildung des Vollzugsnachwuchses.
Der Vorbereitungsdienst für die Anwärterinnen und Anwärter des allgemeinen Vollzugsdienstes dauert zwei Jahre aufgegliedert in eine theoretische und praktische Ausbildung. Auf dem Stundenplan stehen allgemeine Vollzugspraxis, Umgang mit der Waffe, allgemeine Rechtskunde, Vollzugskunde und Vollzugsverwaltung ebenso wie Psychologie und Kommunikation, Staatsbürgerkunde, Kriminologie, Sport und Selbstverteidigung.

Der Vorbereitungsdienst für die Anwärterinnen und Anwärter des Werkdienstes gliedert sich ebenfalls in einen theoretischen und praktischen Teil und dauert eineinhalb Jahre. Er beinhaltet zusätzlich Rechnungswesen und Betriebswirtschaft, eine Ausbildung im Umgang mit der Waffe findet dafür nicht statt.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.