Testbetrieb für Körperscanner wird verlängert

31. März 2011 | Themenbereich: BMI, Innere Sicherheit | Drucken

Der Feldtest für den Körperscanner wird um vier Monate verlängert. Damit kann die Erprobungsphase, die Ende September 2010 am Flughafen Hamburg begonnen hat, bis einschließlich Juli 2011 fortgeführt werden. Für die Passagiere ist die Nutzung des Ganzkörperscanners – der im Rahmen der Luftsicherheitskontrollen auch nichtmetallische Gegenstände detektiert – wie bisher freiwillig.

Nach den ersten sechs Monaten des Feldtests am Flughafen Hamburg lautet dieZwischenbilanz: rund 480.000 Fluggäste haben in dieser Zeit die beiden eingesetzten Körperscanner benutzt. Befragungen vor Ort haben ergeben, dass 90 Prozent der Passagiere den Körperscanner für eine geeignete Maßnahme zur Verbesserung der Sicherheit im Luftverkehr halten. Sie haben ein gestärktes Sicherheitsgefühl und würden den Körperscanner wieder benutzen.

Inzwischen hat der Hersteller eine verbesserte Software-Version zugesagt. Da nur in der Praxis die notwendigen Erkenntnisse für den „Echtbetrieb“ gewonnen werden können, ist eine Verlängerung des Feldversuchs um vier Monate notwendig. Nun muss sich zeigen, wie sich diese Technik in der Praxis bewährt. Die erforderlichen Verbesserungen betreffen nicht das Sicherheitsniveau, sondern operative Punkte (wie z.B. mehr Passagiere pro Stunde, weniger manuelle Nachkontrollen) mit Auswirkung auf den Komfort der Passagiere bei der Benutzung von Körperscannern.

Informationen zum Körperscanner:

Mit dem Feldtest vor sechs Monaten wurde erst begonnen, nachdem sichergestellt war, dass der Körperscanner drei Grundvoraussetzungen erfüllt: Gesundheitliche Unbedenklichkeit, Wahrung der Persönlichkeitsrechte und ein Mehrwert für die Luftsicherheit. Die im Probebetrieb verwendeten Geräte vom Typ „ProVision ATD“ erfüllen diese Anforderungen. Sie arbeiten mit aktiver Millimeterwellentechnologie. Diese ist gesundheitlich unbedenklich.

Das Gerät arbeitet mit einem automatischen Detektionsverfahren und zeigt die Position detektierter Gegenstände an einem Piktogramm, das bei jedem Fluggast gleich aussieht. Das Gerät produziert keine Bilder des menschlichen Körpers. Daten werden nach dem Scanvorgang nicht gespeichert. Dem Schutz der Persönlichkeitsrechte der Passagiere wird damit umfassend Rechnung getragen.

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