Polizei als Dienstleistung

30. März 2011 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen | Drucken

Zwei Delegationen des Innenministeriums der Russischen Föderation besuchten vom 13. bis zum 19.02.2011 und vom 06. bis zum 12.03.2011 das LAFP NRW und wurden dabei jeweils vom Dezernat 31 betreut. Im Fokus des Interesses standen Themen, die den russischen Polizeibeamten bei der Umstrukturierung der Polizei in Russland hilfreich sind.

Beim Seminar im Februar hieß das Thema Korruptionsprävention, im März beschäftigten sich die Polizeibeamten im zweiten Seminar mit der Personalauswahl und Entwicklung der Polizei NRW.

Alle Teilnehmer waren an den Verfahren intensiv interessiert, gilt es doch in Russland eine neue Polizei aufzubauen.

Die Miliz (Volksheer) gibt es seit dem 01.03.2011 in Russland nicht mehr. Im Zuge der laufenden Reform des russischen Innenministeriums hat Präsident Dimitri Medwedew diese in Polizei umgetauft. Am 07. 08. 2010 stellte der Präsident den Entwurf des neuen Polizeigesetzes mit 11 Kapiteln und 57 Artikeln vor und forderte die Bürger zur Diskussion auf. Ziel der Reform ist eine Umstrukturierung, die die Polizei von überschüssigen Funktionen befreit, damit sie sich auf ihre Hauptaufgabe, die Gewährleistung der öffentlichen Ordnung und damit eine stärkere Bürgerorientierung, konzentrieren kann.

Das bedeutet beispielsweise, dass von ca. 1.000.000 von Moskau aus zentralistisch geführten Planstellen 200.000 abgebaut werden. Da die Personalfluktuation mangels ausreichender Entlohnung in Russland sehr groß ist, sollen die Gehälter der Beschäftigten in den nächsten Jahren deutlich steigen. Deshalb wird zukünftig über ein an NRW angelehntes Auswahlverfahren neues geeignetes Personal rekrutiert werden.

Es finden bereits Kompetenzbeschreibungen der Polizei NRW in Russland Anwendung, so dass man von ersten Ergebnissen der Seminare des Dezernates 31 aus dem Vorjahr sprechen kann. Ein wertvoller gegenseitiger Austausch, der nicht nur von Inhalten, sondern auch von menschlicher Nähe geprägt war.

Wir wünschen den Verantwortlichen in Russland viel Erfolg bei ihrem Vorhaben und freuen uns, sie dabei unterstützen zu dürfen.

Quelle: LAFP NRW

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.