Grenzenloses Europa für Kriminelle

30. März 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Interessenvertretungen | Drucken

Europaweit agierende Kriminelle nutzen die Freiheiten innerhalb des Schengenraums hemmungslos für ihre Zwecke aus. Es sind heute nicht mehr nur gestohlene Kraftfahrzeuge, die in großem Stil verschoben werden, sondern auch Baumaschinen oder Bootsmotore.

Neben „alten“ Betrugsmaschen, wie dem Enkeltrick, boomen auch neue Formen, wie z.B. Skimming. Für kriminalpolizeiliche Sachbearbeiter und Staatsanwälte sind europaweite Ermittlungen oft mühselig, enorm zeitaufwändig und meist wenig erfolgversprechend, was die Aufhellung krimineller Strukturen, die Ermittlung der Hintermänner betrifft.

Osteuropäische Täterorganisationen scheinen sich „Arbeitsfelder“ und Aktionsgebiete in den vor Tatgelegenheiten strotzenden westeuropäischen Regionen regelrecht aufgeteilt zu haben.

„Der internationale Austausch von Informationen und das internationale Rechtshilfeverfahren muss mit schnelleren behördlichen Reaktionszeiten ausgestattet werden“, ist das Resümee des BDK-Bundesvorsitzenden Klaus Jansen.

Die bestehende Kommunikation ist jeweils eindimensional. Auf eine schriftliche Frage gibt es aus dem Ausland eine schriftliche Antwort, die dann auch gerichtsverwertbar ist.

Eine „auf kurzem Sachbearbeiterweg“ ausgetauschte Information ist letztlich im Verfahren wenig verwertbar. Die Möglichkeiten der Nutzung von JIT (Joint Investigation Teams) muss ausgebaut und sollte auf eine andauernde Nutzung ausgerichtet werden.

„Nur durch die direkte Kommunikation der Ermittler und Staatsanwälte ergeben sich kurzfristige Anregungen zu Erfolg versprechenden Ermittlungen im Umfeld von Tätergruppierungen“, fordert der BDK-Vorsitzende Klaus Jansen einen Ausbau der direkten Kommunikation zwischen internationalen polizeilichen und staatsanwaltschaftlichen Dienststellen.

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