Jetzt nach vorne schauen und handeln!

25. März 2011 | Themenbereich: BundeswehrVerband, Interessenvertretungen | Drucken

Nach dem Beschluss des Bundestages, die Wehrpflicht auszusetzen, bekräftigt der Deutsche BundeswehrVerband seine Forderung nach schnellen Entscheidungen von Verteidigungsminister Thomas De Maizière. Der Bundesvorsitzende Oberst Ulrich Kirsch: „Diese Entscheidung alleine bringt die Reform der Streitkräfte nicht voran. Es ist dringend geboten, jetzt nach vorne zu schauen und endlich zu handeln!“

In der aktuellen Lage fehle schlicht die Zeit, der allgemeinen Wehrpflicht hinterherzutrauern, sagte Kirsch. „Ich halte allerdings fest: Der Deutsche BundeswehrVerband hat diese Wehrform immer befürwortet – und das aus guten Gründen!“ Die Wehrpflicht habe zu einer engen Bindung der Bevölkerung an die Streitkräfte geführt. Durch den Grundsatz der Allgemeinheit sind junge Männer mit allen Schulabschlüssen in die Bundeswehr eingetreten. Sie haben sich in großer Zahl für eine Weiterverpflichtung entschieden.

Oberst Kirsch: „Um das Bildungsniveau unserer Soldatinnen und Soldaten beneiden uns die Verbündeten. Hier können wir uns keine Abstriche leisten!“

Damit die Bundeswehr als Arbeitgeber für qualifizierte junge Menschen wettbewerbsfähig bleibt, müsse der Dienst allerdings dringend attraktiver gestaltet werden, so Kirsch. „Als erstes brauchen wir jetzt schnell eine Ermächtigung, damit schon vor dem Inkrafttreten des Wehrrechtsänderungsgesetzes verbindliche Zusagen über Geld und Dienstbedingungen gemacht werden können!“