Zahl der Verkehrstoten sinkt

24. März 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen, Nordrhein Westfalen | Drucken

Während bundesweit die Zahl der Verkehrstoten im Januar um 24 % gestiegen ist, sank sie in Nordrhein-Westfalen um 19 %, das ist auch ein Erfolg für die erfolgreiche Arbeit der NRW-Polizei, so die Deutsche Polizeigewerkschaft (DPolG). Sie fordert vor allem für Flächenländer und ländliche Räume Sonderprogramme zur Stärkung der Verkehrssicherheit.

In Duisburg erklärte der DPolG-Landesvorsitzende Erich Rettinghaus: „Das relativ positive NRW-Ergebnis macht nachdenklich und zufrieden zugleich. Die zahlreichen Bemühungen der NRW-Polizei, zusammen mit anderen Verantwortungsträgern, Schulen, Automobilclubs und Wirtschaftsunternehmen Programme zu verantwortungsvollem Verhalten im Straßenverkehr zu fördern, wirken langfristig positiv.

So hat das Programm „Schutzengel“ junge Menschen aufgefordert, gegenseitig aufeinander aufzupassen und Verantwortung für Freunde und Bekannte zu übernehmen, das neue Programm „Crash-Kurs NRW“, das noch in der Pilotierungsphase ist, wird seine Wirkung ebenfalls nicht verfehlen. Aber Deutschland insgesamt hat sich innerhalb der Europäischen Union verpflichtet, die Zahlen der Unfalltoten um mindestens 40 % abzusenken, da hat es zu Jahresbeginn einen Dämpfer gegeben, 241 Unfalltote sind 24 % oder 47 Menschen mehr, die ihr Leben verloren haben.

Wenn das Wetter schön ist, steigen viele Fahrer aufs Motorrad, der Sonnenschein verleitet viele dazu, zusätzlich auf die Tube zu drücken. Umso wichtiger ist es, sobald schönes trockenes Wetter in Aussicht ist, die jeweiligen Zielgruppen direkt anzusprechen und auf die Gefährlichkeit überhöhter Geschwindigkeit und zu großen Leichtsinns hinzuweisen. Veranstaltungen in Schulen, Universitäten und Diskotheken, aber auch die Ansprache von Motorradfahrern sind notwendig, um den Negativeffekt guter Straßenverhältnisse abzuwehren.

Die NRW-Regierung ist mit ihrer Unterstützung der Verkehrssicherheitsarbeit auf dem richtigen Weg, sie muss jetzt aber noch nachlegen, Sonderprogramme zur ganz gezielten Ansprache der potentiellen Unfallopfer entwickeln, das notwendige Personal bereitstellen und das erfolgreiche Zusammenwirken mit anderen gesellschaftlichen Gruppen fördern. Dies gilt ganz besonders für den ländlichen Raum, denn dort lauern noch immer die meisten Gefahren, vor allem für Motorradfahrer.“

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