Psychosoziale Prozessbegleitung

24. März 2011 | Themenbereich: Justiz, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Justizministerin Uta-Maria Kuder (CDU): „Bundesweit einmalig führt die Justiz in Mecklenburg-Vorpommern seit dem 1. Juli 2010 ein Modellprojekt zur Psychosozialen Prozessbegleitung durch – einmalig in Professionalität, Qualität und Umfang. Mit der Psychosozialen Prozessbegleitung sollen kindlichen und jugendlichen Opfern von Gewalttaten fachliche Unterstützung gewährt werden. Kinder und Jugendliche bedürfen der besonderen Fürsorge des Staates – gerade der Justiz, um die besondere Situation, die zusätzlich zu dem erlittenen Leid mit dem Strafverfahren auf sie zukommt, ohne erneute Traumatisierung bestehen zu können.“

Justizministerin Uta-Maria Kuder: „Das Modellprojekt wird von zwei hochqualifizierten Sozialpädagoginnen im Land durchgeführt, die zusätzlich über knapp ein Jahr professionell durch das Institut für Opferschutz im Strafverfahren „RECHT WÜRDE HELFEN“ im Bereich des Strafverfahrens geschult wurden. Gefördert wird die Prozessbegleitung bis zu 70 Stunden pro Fall! Viele Vertreter der unterschiedlichen Beratungsinstitutionen hier im Land begrüßen das Modellprojekt und sehen darin eine Ergänzung und Entlastung zur eigenen Beratungstätigkeit.“

„Nach gut acht Monaten kann ich sagen, das Modellprojekt wird gut angenommen“, erläutert Ministerin Kuder, „30 Fälle werden und wurden bisher begleitet. Schon jetzt zeigt sich der Bedarf.“

„Das bundesweit einzige Modellprojekt hat sich über unsere Landesgrenzen hinaus inzwischen herumgesprochen“, begrüßt Ministerin Kuder, „Auf Einladung des Justizministeriums Rheinland-Pfalz wird meine Projektleiterin Vertretern der Justiz und der Opferberatungslandschaft das Projekt in Koblenz und Zweibrücken vorstellen – im Juni im Saarland. Ein Stein ist ins Wasser geworfen und zieht seine Kreise – und bringt uns hoffentlich meinem Ziel näher: Ich wünsche mir für die Bundesrepublik, dass – wie in Österreich – ein gesetzlicher Anspruch auf Psychosoziale Prozessbegleitung für alle Opfer von Gewaltstraftaten besteht. Wir sind mit unserem Modellprojekt auf dem richtigen Weg!“

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