Gewaltprävention an Schulen

24. März 2011 | Themenbereich: Bayern, Prävention | Drucken

Bayerns Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle und sein Kabinettskollege Innenminister Joachim Herrmann haben heute am Otto-von-Taube-Gymnasium in Gauting ein Projekt zur Gewaltprävention für Schülerinnen und Schüler vorgestellt. Im Mittelpunkt von „Prävention im Team“, das völlig überarbeitet und erweitert worden ist, stehen Wege, wie die Persönlichkeit der jungen Menschen gestärkt und Konflikte ohne Gewaltanwendung bewältigt werden können. Das Projekt, kurz PIT genannt, umfasst Präventionsarbeit gegen Gewalt, Sucht und Diebstahl.

Effektives Programm zur Stärkung der Persönlichkeit

„Wir müssen die Schulen und ihre Lehrkräfte bei der Aufgabe unterstützen, die jungen Menschen auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten und ihnen bei der Ausbildung von Lebenskompetenzen zu helfen. ‚Prävention im Team‘ ist dabei ein besonders effektives Programm“, umriss Minister Spaenle den Handlungsbedarf ganzheitlicher schulischer Bildung. Der Minister konkretisierte: „Kinder und Jugendliche können durch das Programm ‚Prävention im Team‘ soziale Kompetenzen wie Konfliktfähigkeit und Toleranz ebenso wie personale Kompetenzen z.B. Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein entfalten.“ So würden sie gestärkt, in Konfliktfällen Nein zu sagen und sich nicht in gefährlichen Situationen zum Spielball von Gewalt und Unterdrückung zu machen. Das Einüben von sinnvollem Verhalten im Team mit Lehrkräften und Polizisten für heikle Momente spiele dabei eine zentrale Rolle.

„‚Prävention im Team‘ ist ein wirksames Programm, das jungen Menschen hilft, Gefahren im eigenen Umfeld wahrzunehmen und angemessen zu reagieren. Mir ist wichtig, dass alle beteiligten Institutionen Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, sich situationsgerecht zu verhalten“, betonte Innenminister Joachim Herrmann.
Er ergänzte: „Ich begrüße die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Schule und Polizei zum Wohl unserer jungen Generation ausdrücklich. So kann ‚Prävention im Team‘ seine positive Wirkung entfalten und als Basis für andere Kooperationen zum Wohl der Jugendlichen dienen.“

Ziel des Projekts ist es unter anderem, dass Schüler Konflikte rechtzeitig erkennen und so gewaltfreie Problemlösungsmöglichkeiten anwenden können. Die Arbeit im Team stärkt langfristig die persönlichen und sozialen Fähigkeiten der Schüler und trainiert wichtige Lebenskompetenzen. Im Rahmen von „PIT“ setzen sich die Schülerinnen und Schüler zudem mit der Problematik von Gewalt in den Medien auseinander.

Schulprofil zwischen Begabtenförderung und Suchtprävention

Das Otto-von-Taube-Gymnasium hat die Sucht- und Gewaltprävention ebenso wie die Vermittlung sozialer Kompetenzen als wichtigen Bestandteil in sein Schulprofil integriert. Weitere Schwerpunkte der Arbeit des Gymnasiums mit seinen rund 1.200 Schülerinnen und Schülern sind die besondere Förderung von begabten jungen Menschen, etwa durch Hochbegabtenklassen, sowie eine Zusammenarbeit mit der Technischen Universität München in Mathematik und den Naturwissenschaften.

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