Katastrophenschutz über Landesgrenzen hinweg

23. März 2011 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Nordrhein Westfalen | Drucken

Nordrhein-Westfalen und die Niederlande wollen bei der Bewältigung von Katastrophen verstärkt zusammenarbeiten. Grenzüberschreitende regionale Kooperationen sowie kurze Kommunikations- und Anforderungswege für den Krisenfall sollen verbindlich festgelegt werden. „Unglücksfälle machen vor Landesgrenzen nicht Halt. Deshalb müssen wir uns gegenseitig effizient und effektiv helfen, wenn der andere einen braucht“, sagte Innenminister Ralf Jäger heute (23.03.) auf einem Fachkongress in Aachen an dem der niederländischen Minister für Sicherheit und Justiz, Ivo Opstelten, teilnahm.

Nach Ansicht der beiden Minister muss der Katastrophenschutz über die Landesgrenzen hinweg funktionieren und zielgerichtet vernetzt werden. „Wenn unsere eigenen Ressourcen nicht reichen, wird uns der Nachbar unterstützen – und umgekehrt“, erklärte Jäger. „Das ist ein Garant für mehr Sicherheit der Menschen über die Grenzen hinweg“, betonte Minister Opstelten.

Auch die gemeinsame Vorbeugungsarbeit soll intensiviert werden. „Je mehr wir über drohende Gefahren wissen, desto zielgerichteter können wir uns auf sie vorbereiten. Dazu gehört, dass wir uns gegenseitig über die bestehenden Risiken und Gefahrenquellen informieren, diese Daten bewerten und gemeinsame Abwehrstrategien entwickeln“, erläuterte Jäger.
Der Kongress zum Thema grenzüberschreitender Katastrophenschutz bildet den Schlussstein einer Veranstaltungsreihe, die im vergangenen Jahr begonnen hat. Bereits die Feuerwerkskatastrophe in Enschede hatte deutlich gemacht, wie wichtig die grenzüberschreitende Gefahrenabwehr ist. Damals waren Großeinheiten aus Deutschland spontan zur Hilfe geeilt.

Die Zusammenarbeit auf regionaler Ebene ist seitdem erweitert und intensiviert worden. Die gegenseitige Unterstützung der Feuerwehren und Rettungsdienste auf örtlicher Ebene über die gemeinsame Grenze hinweg gehört zum gelebten Alltag. Jäger: „Wer am schnellsten am Einsatzort ist, hilft. Die Grenze spielt dabei schon heute keine Rolle. Und das hat sich bewährt.“

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