Hilfe für Japan

23. März 2011 | Themenbereich: Bayern, Bevölkerungsschutz | Drucken

Bayerns Katastrophenschutzorganisationen stehen zur Hilfe für Japan bereit. Bei einem Gespräch zwischen den Vorsitzenden sowie maßgeblichen Vertretern der Katastrophenschutzorganisationen und dem Bayerischen Innenminister Joachim Herrmann kamen die Teilnehmer jedoch zu dem eindeutigen Ergebnis, dass derzeit die Opfer der Erdbebenkatastrophe in Japan vor allem schnelle finanzielle Hilfe brauchen. Herrmann sagte nach dem Gespräch: „Zielgerichtete Hilfe bedeutet, aufgezwungene Hilfe zu vermeiden. Wir können nur helfen, wenn wir um Hilfe gebeten wurden und wir diese sinnvollerweise auch leisten können.“

Die Präsidentin des Bayerischen Roten Kreuzes, Christa Prinzessin von Thurn und Taxis sagte, es könne zwar möglich sein, dass das japanische Rote Kreuz später, wenn die eigenen Kräfte zu erschöpft sind, internationale Kräfte in Form von dafür speziell ausgebildeten Logistikern und Personalmanagern zur Unterstützung anfordert. Derzeit rufe das Bayerische Rote Kreuz aber vor allem zu Spenden auf, um das japanische Rote Kreuz finanziell für den Aufbau des zerstörten Landes zu unterstützen für die Aufbauhilfe in dem zerstörten Land. Der Landesbeauftragte der Bundesanstalt des Technischen Hilfswerks (THW), Dietmar Löffler, berichtete von den Erfahrungen des THW in Japan. Er sagte, es gebe Versorgungsengpässe, aber noch keine Versorgungskrise. Die Hilfe sei landesintern massiv angerollt, die Bergungsgeräte und Technik sowie die Versorgungsgüter kämen immer besser in die Schadensgebiete. Man könne zwar prinzipiell im Bereich der Wiederherstellung von Infrastruktur Hilfe anbieten, aber auch das THW empfiehlt der betroffenen Bevölkerung in Japan und den Hilfsorganisationen wie Bayerisches Rotes Kreuz, Malteser und Johanniter mit Spenden zu helfen.

Innenminister Herrmann bezeichnete die Lage in Japan als nach wie vor dramatisch. Nicht nur die alles überlagernden Probleme mit den Kernkraftwerken im Nordosten, sondern auch die Zerstörung weiter Landstriche durch den Tsunami bereiten den Behörden und Einsatzkräften erhebliche Probleme. Rund 380.000 Menschen seien derzeit noch in Notunterkünften unter teilweise schwierigen Bedingungen untergebracht. Die japanische Regierung habe dennoch über das Auswärtige Amt mitteilen lassen, dass zur Zeit keine Sachspenden, sondern Geldspenden an das japanische Rote Kreuz geleistet werden sollen. Herrmann abschließend: „Bayern, die anderen Länder und die Katastrophenschutzorganisationen sind jederzeit natürlich sehr gerne bereit, zu helfen, sobald die Hilfe von der japanischen Regierung auch gewünscht wird.“

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