Gurtmuffel erwischt

22. März 2011 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Mehr als 21.000 nicht angeschnallte Autoinsassen hat die Polizei im März bei zweiwöchigen landesweiten Kontrollen erwischt. 560 Mal waren Kinder nicht oder nicht richtig gesichert. „Das ist erschreckend. Der Gurt ist nämlich bei Verkehrsunfällen Lebensretter Nummer 1“, sagte Innenminister Ralf Jäger heute (22. März) in Düsseldorf. „Es ist verantwortungslos, dass Eltern leichtfertig mit dem Leben ihrer Kinder spielen. Nicht angegurtete Kinder haben ein siebenfach höheres Risiko, bei einem Zusammenstoß getötet oder verletzt zu werden als richtig gesicherte Kinder.“ Zum Vergleich: Der Aufprall eines PKW mit 40 km/h entspricht einem Sprung von einem 5-Meter-Brett in ein leeres Schwimmbecken.

Bei Verkehrsunfällen starben im vergangenen Jahr 26 Menschen, die nicht angeschnallt waren. Im Jahr davor waren es 58. Dieser Rückgang ist auch ein Erfolg der NRW-Gurt-Kampagne „ER hält alles! Der Profi fährt mit Gurt.“ mit Nationaltorhüter Manuel Neuer. Bei circa 80 Prozent aller Verkehrsunfälle lassen sich Verletzungen durch das Anlegen des Sicherheitsgurtes vermindern oder sogar vermeiden. Vielen Autofahrern ist das nicht bewusst und verlassen sich nur auf den Airbag. „Der Airbag schützt aber nur in Kombination mit dem Gurt“, mahnte der Minister. „Der Gurt schützt immer!“

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