„Sozialberatung Heilbronn“ feiert 50-jähriges Jubiläum

21. März 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Justiz | Drucken

Justizminister Prof. Dr. Ulrich Goll (FDP) gratulierte heute der Sozialberatung Heilbronn e.V., einem Mitgliedsverein des Verbandes der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg e.V., zu ihrem 50-jährigen Bestehen. In seinem Vortrag bei der in Heilbronn ausgerichteten Festveranstaltung würdigte Goll die Arbeit der Sozialberatung und des Verbandes der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg insgesamt. „Die Sozialberatung Heilbronn ist eine wichtige Stütze der württembergischen Straffälligenhilfe. Sie leistet wertvolle Arbeit für unsere Gesellschaft“, sagte Goll am Montag (21. März) in Heilbronn. Wesentliche Säulen ihrer Arbeit seien die Unterstützung der Resozialisierungsarbeit in der Justizvollzugsanstalt Heilbronn und die Arbeit in der Anlauf- und Beratungsstelle in der Weststraße in Heilbronn.

„Eine gelungene Resozialisierung dient nicht nur dem Verurteilten. Sie ist außerdem der beste Beitrag für die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, weil sie neue Straftaten verhindert“, sagte Goll. Die Arbeit der Sozialberatung Heilbronn und des Verbandes der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg insgesamt diene somit der gesamten Gesellschaft, sagte der Minister.

Minister Goll lobt Rolle des Verbandes beim Eltern-Kind-Projekt Chance

In seinem Festvortrag würdigte der Minister besonders die Rolle des Verbandes der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg im Rahmen des neuen „Eltern-Kind-Projekts Chance“. Der gemeinnützige Verein Projekt Chance e. V. habe mit diesem Projekt ein bundesweit einzigartiges Vorhaben zur Betreuung von Kindern inhaftierter Mütter oder Väter gestartet. Ziel des Projekts sei es, den Inhaftierungsschock zu mildern, eine lange Trennung während des Vollzuges zu überbrücken und die Rückkehr des Vaters oder der Mutter in die Familie nach der Entlassung zu erleichtern, sagte Goll. „Kindern, deren Mutter oder Vater ins Gefängnis muss, soll eine Betreuung im Einzelfall zur Verfügung gestellt werden, die ihnen hilft, mit der Situation besser umzugehen. Es ist richtig und wichtig, Familien zu helfen, die in diese schwierige Lage kommen“, so der Minister.

Ausdrücklich dankte der Minister der Baden-Württemberg Stiftung, die bereits im Jahre 2010 die notwendigen Mittel von insgesamt 500.000 Euro für das Projekt bewilligt habe: „Wieder einmal zeigt sich, dass wir dank der Baden-Württemberg Stiftung Vorhaben zum Wohle der Allgemeinheit verwirklichen können, die sonst nicht zu finanzieren wären. Ganz im Sinne des Leitsatzes der Stiftung hilft sie auch hier, Zukunft zu stiften.“

Das Vorhaben werde von Projekt Chance e.V. zusammen mit dem Netzwerk Straffälligenhilfe durchgeführt, zu dem der Verband für Bewährungs- und Straf-fälligenhilfe Württemberg e. V. sowie der Badische Landesverband für soziale Rechtspflege und der Paritätische Landesverband Württemberg e. V. gehörten, so Goll. „Wir sind dankbar, dass es mit den haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter der Vereine des Verbandes der Bewährungs- und Straffälligenhilfe Württemberg und der übrigen Vereine des Netzwerks Straffälligenhilfe eine solche Menge engagierter und kompetenter Personen gibt, die als Betreuer im Eltern-Kind-Projekt in Frage kommen“, sagte der Minister. Gerade bei diesem Projekt sei eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Justizvollzug, freien Verbänden und der Jugendhilfe entscheidend: „Ich freue mich, dass wir in Baden-Württemberg dafür so geeignete und gut funktionierende Strukturen haben“, sagte Goll.

Zum Ablauf des Projekts erläuterte Goll, dass Anfang Februar 2011 die Pla-nungsgruppe des Projekts ein Qualitätskonzept beschlossen habe, das unter-schiedliche Bausteine für die Betreuung vorsehe. Das Klinikum für Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Ulm unter Leitung von Prof. Dr. Jörg Fegert habe ein Schulungsprogramm für die Helferinnen und Helfer vorgelegt, das im März und im Mai 2011 durchgeführt werden solle. Die Ulmer Kinderpsychiatrie werde auch die Evaluation des Projekts übernehmen, so der Minister. Die eigentliche Betreuung der Kinder, die mit dem Landesjugendamt im Kommunalverband für Jugend und Soziales eng abgestimmt sei, werde im Juli 2011 beginnen, sagte Goll.

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