Verkehrsunfallprävention ist unverzichtbar

18. März 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

„Basis für die sich ständig verbessernde Unfallbilanz ist die konsequente Verkehrsüberwachung, aber auch die Verkehrsunfallprävention mit Informationen zur Verkehrssicherheit.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Freitag, 18. März 2011, in Stuttgart. Unterstützt werde die Polizei durch die Beratungsprogramme der Landesverkehrswacht. „Für mehr Sicherheit im Straßenverkehr sind solche Partner absolut notwendig. Die gerade vorgestellte Bilanz der Verkehrswacht für 2010 ist ein vorbildliches Beispiel für ehrenamtliches Engagement“, sagte der Innenminister.

Mit 494 Verkehrstoten im Jahr 2010 sei in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr ein historischer Tiefstand erreicht worden. Einen nicht zu unterschätzenden Anteil an dieser Entwicklung hätten auch die Informationskampagnen der Polizei. Im vergangenen Jahr seien bei circa 15.600 Veranstaltungen fast 390.000 Bürgerinnen und Bürger aller Altersgruppen über die Gefahren im Straßenverkehr informiert worden. Auf der Grundlage ausführlicher Analysen der Unfallursachen und dem Forum Verkehrsprävention der landesweiten Verkehrssicherheitsaktion GIB ACHT IM VERKEHR habe die Polizei ihre Schwerpunkte gesetzt.

Der sichere Weg zum Kindergarten und zur Schule sei in den vergangenen Jahren im Mittelpunkt gestanden. Mit der Aktion Sicherer Schulweg werde jährlich in den ersten Monaten des neuen Schuljahres der Grundstein für ein sicheres Schulleben gelegt. Über 177.000 Kinder und Eltern im Elementar- und Primarbereich seien in 7.100 Veranstaltungen über die besonderen Gefahren bei der Überquerung der Straße, dem sogenannten toten Winkel bei Pkw, Lkw und Bus und vor allem der richtigen Sicherung mit Gurt und Kindersitz informiert worden. „Dabei ist das Zusammenwirken vieler Eltern, Schulen, Kommunen und der Polizei bei der Gestaltung sicherer Schulwege und der Erstellung von Schulwegplänen besonders herauszustellen“, sagte der Innenminister.

Entsprechend der Entwicklung der Kinder finde in der vierten Klasse die Radfahrausbildung statt. Seit Anfang der Fünfzigerjahre könnten die Viertklässler in Baden-Württemberg die Radfahrprüfung in den Jugendverkehrsschulen ablegen. Jahr für Jahr erhielten so mehr als 112.000 Kinder den begehrten Fahrradführerschein. „Nicht umsonst haben Kinder in Baden-Württemberg seit Jahren bundesweit das geringste Unfallrisiko“, sagte Rech.

An Schulen und in Ausbildungsstätten sei bei über 3.600 Veranstaltungen mit mehr als 99.000 Teilnehmern der Schwerpunkt bei den Hauptunfallursachen gelegen. Auswirkungen und Konsequenzen beim Fahren unter Alkohol- oder Drogeneinfluss oder spezifische Unfallrisiken junger Fahrer seien dabei deutlich herausgestellt worden. Mit der 2007 gestarteten Kampagne Schüler-FAIR-kehr sei das Engagement zur Hilfe anderer von 4.500 Jugendlichen aufgegriffen worden, beispielsweise als Schülerlotse oder Schulbusbegleiter.

„Sichere Mobilität hat besonders für die Lebensqualität der älteren Generation große Bedeutung“, stellte Rech angesichts der demographischen Veränderungen fest. Die spezifischen Belange der Seniorinnen und Senioren habe die Polizei deshalb vor nahezu 9.500 Teilnehmern in über 220 Veranstaltungen im Blick gehabt. Zukunftsweisend sei dabei das im Juni letzten Jahres der Öffentlichkeit vorgestellte Projekt „sicher – fit – unterwegs“, das gemeinsam von der Polizei, den Verkehrswachten und dem Landesapothekerverband umgesetzt werde. Auch Menschen mit Behinderungen habe die Polizei in über 280 Veranstaltungen über sicheres Verhalten informieren können.

Die Polizei informiere auch Motorradfahrer und Fahrer im gewerblichen Güter- und Personenverkehr über deren Möglichkeiten, Unfälle zu verhindern. Bei den Motorradtagen in den Stadt- und Landkreisen, dem landesweiten Bikertag 2010 oder der Veranstaltungsreihe „Trucker-Treff“ seien speziell an diese Zielgruppen ausgerichtet.

„Die Zahl der tödlichen Verkehrsunfälle in Baden-Württemberg ist auf dem niedrigsten Stand seit Jahren. Das ist auch ein Verdienst der engagierten polizeilichen Verkehrsprävention“, betonte Innenminister Rech.

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