Katastrophenschutz und Feuerwehr organisatorisch unter einem Dach

18. März 2011 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Schleswig-Holstein | Drucken

Der Katastrophenschutz und das Feuerwehrwesen in Schleswig-Holstein werden in einem Referat der Kommunalabteilung des Innenministeriums gebündelt. Vorbei ist damit die Zeit, in der die knapp 20 Fachleute für den Brandschutz und die Abwehr von Katastrophen auf verschiedene Referate in der Kommunalabteilung und der Polizeiabteilung und im Amt für Katastrophenschutz verteilt waren. „“Wir führen den Katastrophenschutz und die Feuerwehr unter einem Dach und in einer Hand zusammen““, sagte Innenminister Klaus Schlie am Freitag (18. März) in Kiel zu dem neuen Konzept, das spätestens am 1. Juni 2011 in Kraft tritt. Die Überlegungen dazu seien schon mehrere Wochen alt. Die Atomunfälle in Japan hätten die Entscheidung jedoch beschleunigt.

„“Wir müssen ständig daran arbeiten, wie wir uns im Katastrophenschutz noch besser aufstellen können““, sagte Schlie. Organisationsfragen seien in diesem Zusammenhang besonders wichtig. Es komme darauf an, Kräfte und Kompetenzen zu bündeln. Die Kommunalabteilung des Innenministeriums arbeite ohnehin schon mit den Kreisen und kreisfreien Städten täglich eng zusammen. Das gelte in besonderem Maße für alle Fragen im Zusammenhang mit der Feuerwehr, die als Teil der kommunalen Selbstverwaltung seit je her das Rückgrat des Katastrophenschutzes bilde.

Da die praktischen Aufgaben des Katastrophenschutzes von den Kreisen und kreisfreien Städten in Zusammenarbeit mit den Hilfeleistungsorganisationen wie beispielsweise dem Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, der Johanniter-Unfall-Hilfe oder dem Malteser Hilfsdienst sowie dem Technischen Hilfswerk wahrgenommen würden, sei die Zusammenführung aller Mitarbeiter des Katastrophenschutzes und des Feuerwehrwesens in einer Arbeitseinheit der Kommunalabteilung organisatorisch richtig und vernünftig. Die knapp 30 Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes, die bislang zum Amt für Katastrophenschutz gehörten, wechseln in das Landespolizeiamt.

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