Chefwechsel im Landeskriminalamt

18. März 2011 | Themenbereich: Landeskriminalamt, Polizei, Sachsen | Drucken

Innenminister Markus Ulbig hat am 18. März 2011 offiziell den Chefwechsel im Landeskriminalamt Sachsen vollzogen. Paul Scholz (59), seit fünf Jahren Präsident des Landeskriminalamtes Sachsen, geht nach über 40 Jahren Polizeidienst in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Dr. Jörg Michaelis (50). Der Jurist und ehemalige Staatsanwalt und Richter leitete zuletzt das Referat Verbrechensbekämpfung im Sächsischen Staatsministerium des Innern.

Innenminister Ulbig: „Mit Paul Scholz geht eine Ära zu Ende. Er hat sich als Präsident des Landeskriminalamtes einen guten Ruf und großes Ansehen weit über Sachsen hinaus erworben. Ich danke ihm sehr herzlich für seine Leistungen und sein Engagement für die sächsische Polizei. Nun beginnt ein neues Kapitel mit einem neuen Leiter. Mit Dr. Michaelis ist der richtige Mann an der richtigen Stelle. Ich bin davon überzeugt, dass er das Landeskriminalamt professionell und verantwortungsvoll leiten wird. Für die anstehenden Veränderungen in der sächsischen Polizei brauchen wir Führungskräfte mit einem großen Allgemeinwissen, mit Spezialkenntnissen und polizeilichen Erfahrungen. All das hat Dr. Michaelis.“

Der Chefwechsel im Landeskriminalamt zieht weitere Veränderungen in der Führungsetage der sächsischen Polizei nach sich.
Andreas Baumann (57) übernimmt ab 1. April das Referat Verbrechensbekämpfung im Innenministerium. Der gebürtige Stuttgarter ist seit 34 Jahren Polizist und leitet seit 2009 die Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien.

Neuer Leiter der Polizeidirektion in Görlitz wird Conny Stiehl. Der 53-jährige Erzgebirger leitet seit 2005 die Abteilung „Polizeivollzugsdienst“ der Polizeidirektion Südwestsachsen. Er ist zugleich Vertreter des dortigen Polizeipräsidenten.

Zur Person Dr. Jörg Michaelis:
Dr. Jörg Michaelis, 1960 in Freiburg geboren, trat im September 1991 in den höheren Justizdienst des Freistaates Sachsen ein. Die Befähigung für die Laufbahn des höheren Verwaltungsdienstes erwarb er im Juni 1991. Im Jahr zuvor hatte er am Institut für Kriminologie und Wirtschaftsstrafrecht an der Universität Freiburg promoviert.
Von 1991 bis 1998 war Dr. Michaelis als Richter und als Staatsanwalt im sächsischen Justizdienst tätig. Danach wurde Dr. Michaelis in das Landeskriminalamt Sachsen versetzt und war bis Ende 2004 Leiter der Stabsabteilung, zugleich Ständiger Vertreter des Dienststellenleiters.
Von Oktober 2003 bis Ende Juni 2004 war Dr. Michaelis dabei mit der kommissarischen Leitung des Landeskriminalamtes Sachsen betraut. Im Rahmen der Neuorganisation der sächsischen Polizei wurde Dr. Michaelis die kommissarische Leitung der Landespolizeidirektion Zentrale Dienste Sachsen übertragen.
Ab März 2009 erfolgte eine Abordnung in das Sächsische Staatsministerium des Innern. Dort nahm Dr. Michaelis zunächst kommissarisch die Geschäfte des Leiters des Referates 33 „Verbrechensbekämpfung, Geschäftsstelle Landespräventionsrat“ wahr. Nach seiner Versetzung in das Innenministerium zum Jahresanfang 2010 wurde er in diese Funktion bestellt.

Zur Person Andreas Baumann:
Andreas Baumann, 1953 in Stuttgart-Bad Cannstatt geboren, begann 1977 seinen Dienst bei der Polizei in Baden-Württemberg. Nach dem mittleren Polizeivollzugsdienst folgte 1981 der Abschluss für den gehobenen Dienst. Von 1981 bis 1987 war Andreas Baumann im Landeskriminalamt und im Innenministerium Baden-Württemberg tätig.
1989 wurde er nach zweijährigem Studium an der Polizeiführungsakademie zum Kriminalrat ernannt. Es folgten leitende Funktionen in der Polizeidirektion Ludwigsburg und der Landespolizeidirektion Stuttgart I. Ab 1992 leitete er bei der Polizeidirektion Konstanz die Kriminalpolizei und ab Oktober 1997 die gesamte Polizeidirektion.
September 2001 setzte Andreas Baumann seine Laufbahn in Sachsen fort, an der Fachhochschule für Polizei, deren Prorektor er ein Jahr später wurde. Ab 2003 leitete er für sechs Jahre im Sächsischen Staatsministerium des Innern das Referat 32 „Organisation, Planung und Controlling“, bevor er ab März 2009 mit der Leitung der Polizeidirektion Oberlausitz-Niederschlesien beauftragt wurde.

Zur Person Conny Stiehl:
Conny Stiehl, geboren 1957 in Zethau/Erzgebirge, begann 1976 bei der damaligen Volkspolizei. Nach dem Dienstanfängerlehrgang und der Offiziersschule des Ministeriums des Innern schloss sich 1982 ein Studium an der Hochschule der Deutschen Volkspolizei in Berlin an.
Als Diplom-Staatswissenschaftler war er bis 1988 bei der Bezirksbehörde der Deutschen Volkspolizei in Karl-Marx-Stadt tätig. Danach wechselte er als stellvertretender Leiter „Operativ“ ins Volkspolizeikreisamt nach Aue. Diese Stelle hatte er bis 1991 inne, nunmehr als Leiter des Stabsbereichs „Einsatz“ in der Polizeidirektion Aue.
1991 bis Juni 1995 leitete er bei der Polizeidirektion Zwickau den Stabsbereich „Einsatz“. Während dieser Zeit absolvierte er die Förderungsfortbildung an der Polizeiführungsakademie.
Von Juni 1995 bis Ende 1996 war Conny Stiehl als Leiter der Polizeidirektion Zwickau tätig. Anschließend arbeitete er als Referent beim Staatsministerium des Innern. Von September 1997 bis September 1999 hatte er die Leitung des Führungsstabes der Polizeidirektion Zwickau inne.
Ab 1999 leitete Conny Stiehl für fünf Jahre die Polizeidirektion Aue. Mit der Neuorganisation der sächsischen Polizei 2005 wurde er mit der Leitung der Abteilung „Polizeivollzugsdienst“ der Polizeidirektion Südwestsachsen beauftragt.

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