Bei europäischer Gurtkontrollwoche landesweit über 11.000 Verstöße

17. März 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Verkehr | Drucken

„Appelle an die Vernunft reichen bei zu vielen Verkehrsteilnehmern offensichtlich nicht aus. Deshalb wird die Polizei weiter intensiv kontrollieren.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech zu den Ergebnissen einer europaweiten Gurtkontrollaktion vom 7. bis 13. März 2011. Wie Rech am Donnerstag, 17. März 2011, in Stuttgart weiter mitteilte, sind allein in Baden-Württemberg 11.170 Verstöße festgestellt worden, davon 8.543 gegen die Gurtanlegepflicht. In dieser Woche seien bei 1.300 Kontrollaktionen fast 4.000 Polizisten eingesetzt worden. Den zweitgrößten Anteil bei den Verstößen habe das verbotene Telefonieren mit Handys mit 1.516 Beanstandungen.

Im Jahr 2010 seien im Land 494 Verkehrsteilnehmer tödlich verunglückt, davon seien 297 zum Anlegen eines Sicherheitsgurtes verpflichtet gewesen. „Von diesen sind 68 Menschen verunglückt, die nicht angeschnallt waren. Fast alle hätten mit Gurt überlebt“, sagte Rech. Bedenklich sei auch, dass 274 Kinder ohne Kindersicherung festgestellt worden seien. „Diese Eltern handeln absolut verantwortungslos“, so Rech. Schon bei vergleichsweise geringen Geschwindigkeiten könne ein Verkehrsunfall für ungesicherte Fahrzeuginsassen beispielsweise bei einem seitlichen Aufprall mit schwersten Kopfverletzungen enden.

Die Kontrolle für mehr Verkehrssicherheit habe für drei Verkehrsteilnehmer ein unerwartetes Ende genommen. In Pforzheim seien zwei mit Haftbefehl gesuchte Personen festgenommen worden, und in Stuttgart habe die Polizei einem Fahrzeuglenker einen Autoaufbruch nachgewiesen. Er sei zudem ohne Fahrerlaubnis unterwegs gewesen.

Beim Polizeirevier Pforzheim-Süd hätten 120 „Gurtsünder“ mit einer Fahrt im Gurtschlitten am eigenen Leib erfahren, wie nützlich ein Sicherheitsgurt bei einem Frontalaufprall sei. Nach den überzeugenden Reaktionen der freiwilligen Testpersonen hätte sich ein Bußgeld erübrigt.

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