Kraftwerks-Betreiber: Aus eigener Entscheidung verzichten

16. März 2011 | Themenbereich: Feuerwehr - Katastrophenschutz, Schleswig-Holstein | Drucken

Im Spitzengespräch über die Zukunft der Kernkraft in Deutschland hat Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Peter Harry Carstensen gestern die Initiative von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel begrüßt, ein Moratorium bei der Umsetzung der Laufzeiten-Verlängerung einzulegen.

Carstensen sagte nach dem Gespräch in Berlin, als Konsequenz müssten die energiepolitischen Konzepte darauf ausgerichtet werden, noch schneller als geplant die Versorgung des Landes durch erneuerbare Energien sicherzustellen. „“Wir haben in Schleswig-Holstein unsere Hausaufgaben hierzu bereits gemacht. Den Anteil der Landesfläche, die für Windenergie genutzt werden kann, haben wir deutlich ausgeweitet auf 1,5 Prozent. Bereits im Jahr 2020 werden wir unseren Strombedarf rein rechnerisch aus erneuerbaren Energiequellen decken können. Wer Ja sagt zu regenerativen Energien, muss allerdings auch Ja sagen zum Ausbau der Leitungsnetze““, erklärte der Ministerpräsident.

Der Regierungschef kündigte an, mit den Betreibern der schleswig-holsteinischen Kernkraftwerke zeitnah Gespräche über die Zukunft der Anlagen aufzunehmen. Dabei wolle er darauf hinwirken, dass die Unternehmen aus eigener Entscheidung darauf verzichten, die Reaktoren in Brunsbüttel und Krümmel wieder anzufahren.

Carstensen erinnerte zugleich daran, dass CDU und FDP bereits 2009 einen richtungweisenden Koalitionsvertrag geschlossen hätten. „“Beide Parteien sind sich einig, dass sie auf die Übertragung von Reststrommengen von älteren auf jüngere Kraftwerke hinwirken wollen““, so der Ministerpräsident.

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