Präventionsarbeit in Neubrandenburg

14. März 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Prävention | Drucken

Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Kommunalen Präventionsrates und Trägern von Präventionsprojekten hat sich Innenminister Lorenz Caffier heute in Neubrandenburg über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit in der Stadt informiert und das Engagement aller Beteiligten gewürdigt.

„Wir können Straftaten und Gewalt nur dann dauerhaft erfolgreich vorbeugen und verhindern, wenn vor Ort die staatlich zuständigen Stellen mit engagierten nichtstaatlichen Organisationen zusammenarbeiten. Dafür ist die Stadt Neubrandenburg seit über 15 Jahren ein überzeugendes Beispiel“, lobte der Minister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung (LfK) ist. „Sie leisten seit langem eine unverzichtbare Arbeit, auf die wir auch in Zukunft nicht verzichten können und die wir weiterhin finanziell unterstützen wollen.“

Die Stadt Neubrandenburg hat über viele Jahre das Niveau der gesamtgesellschaftlichen Präventionsarbeit im ganzen Land Mecklenburg-Vorpommern geprägt. Dies ist durch die beispielhafte Arbeit ihres Kommunalen Präventionsrates in Kooperation mit der Polizei sowie vielfältigen Projekten und Initiativen der ortsansässigen Vereine, Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen gelungen. In den nächsten Jahren komme es nach den Worten von Minister Caffier darauf an, diese Stärke und guten Erfahrungen auch in den neu zu bildenden großen Landkreis einzubringen.

Um diese gesamtgesellschaftliche Vernetzung zu festigen und weiter auszubauen, hat der Kommunale Präventionsrat der Stadt Neubrandenburg kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von 5.210 EUR zur direkten Unterstützung seiner Arbeit erhalten. Möglich geworden war dies durch eine neue Förderrichtlinie, die im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist. Danach können seit Jahresbeginn 2011 erstmals auch Kommunale Präventionsräte beim LfK Fördermittel für ihre organisatorischen Tätigkeiten beantragen. „Ich erwarte von dieser neuen Fördermöglichkeit, dass die Kommunalen Präventionsräte landesweit mehr noch als bisher eine koordinierende Funktion in der Präventionsarbeit der staatlichen und nichtstaatlichen Partner wahrnehmen“, so Innenminister Lorenz Caffier.

Über die direkte Förderung des Kommunalen Präventionsrates Neubrandenburg hinaus unterstützt der LfK auch in diesem Jahr wieder mehrere Einzelprojekte in der Stadt.

Die Sozial-Diakonische Jugendarbeit Neubrandenburg erhält für ihr Projekt „Vanda-Mobil 2“ mit 16.000 EUR sogar die größte Fördersumme, die in diesem Jahr durch den Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung für ein Einzelprojekt vergeben wird. Mit ihrem „Vanda-Mobil 2“, einem umgebauten VW-Transporter, bietet die Sozial-Diakonische Jugendarbeit Neubrandenburg den Schulen und Jugendeinrichtungen im gesamten östlichen Teil des Landes Mecklenburg-Vorpommern wie bereits in den vergangenen zwei Jahren jugendgerechte Aktionstage gegen Vandalismus und illegale Graffitis an. Weitere Informationen sind zu finden unter www.vanda-mobil.de.

Die in Kooperation zwischen Kommunalem Präventionsrat, Polizei und anderen Partnern entwickelten Projekte „Kau – Kinder allein unterwegs“ und „KlarSicht – Ein gutes Gefühl ohne Tabak und Alkohol“ erhalten 2.900 EUR bzw. 1.370 EUR.

Mit dem Projekt „Kau – Kinder allein unterwegs“ werden in Kindereinrichtungen und Grundschulen richtige Verhaltensweisen im Straßenverkehr sowie gegenüber Fremden vermittelt und eingeübt. Das Projekt richtet sich an Vorschulkinder und Grundschüler ebenso wie an Eltern, Lehrer und Schulsozialarbeiter.

Das Projekt „KlarSicht – Ein gutes Gefühl ohne Tabak und Alkohol“ gibt vor dem Hintergrund zunehmenden Tabakkonsums und Alkoholmissbrauchs durch Jugendliche vielfältige Informationen zu den legalen Suchtstoffen Tabak und Alkohol und deren Zusammenhang mit Straftaten. Mit Hilfe interaktiver Methoden soll vor allem bei Kindern und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahren Aufklärung betrieben und richtiges Verhalten vermittelt werden.

Insgesamt unterstützt der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung somit die Präventionsarbeit der Stadt Neubrandenburg in diesem Jahr mit 25.480 EUR.

Dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung stehen für dieses Jahr erneut 326.000 EUR zur Förderung der Präventionsarbeit in Mecklenburg-Vorpommern zur Verfügung. Nach einem festen Einwohnerschlüssel erhalten davon die Kommunalen Präventionsräte der Landkreise und kreisfreien Städte ca. 124.000 EUR. Mit den verbleibenden ca. 202.000 EUR werden im Ergebnis eines vorgeschriebenen Antragsverfahrens landesweit über 50 Einzelprojekte gefördert.

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