DPolG fordert 1.000 neue Bundespolizisten

14. März 2011 | Themenbereich: Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Bei der Bundespolizei in Deutschland gibt es zu wenige Beamte und sie bekommen auch zu wenig Geld. Hier muss der neue Innenminister Dr. Hans-Peter Friedrich (CSU) alsbald eine Abhilfe schaffen. Das ist die Forderung der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Fachverband Bundespolizei. Einen Tag vor dem Festakt am Dienstag, wenn in Berlin die zentrale Feier mit einer Ansprache von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zum 60jährigem Bestehen der Bundespolizei stattfindet, hat der Fachverband Bundespolizei der DPolG die Tatsache kritisiert, dass die Bundesregierung jetzt damit begonnen hat, das Personal in der Bundespolizei abzubauen.

Es werden immer weniger Dienstanfänger eingestellt, als Beamte in Pension gehen. „Diesen Irrweg muss der neuen Innenminister verlassen und noch für 2011 statt der geplanten 450 wenigstens 1.000 neue Dienstanfänger einstellen“, so die Forderung des Vorsitzenden der DPolG, Fachverband Bundespolizei, Hans-Joachim Zastrow.

Innenminister Dr. Friedrich solle sich dabei an sein Heimatland, den Freistaat Bayern erinnern. Hier wurden, so schilderte Zastrow, in Weitsicht auf die demografischen Probleme der nächsten Jahre im Jahr 2010 exakt 1.463 neue Dienstanfänger eingestellt.

Der führende Vertreter des Fachverbandes Bundespolizei der DPolG kritisierte ferner, dass die Bezahlung in der Bundespolizei nicht dem Fachwissen und den Aufgaben der Beamten entspricht sowie im Vergleich zur Landespolizei bedenklich ist. Hier trägt die Bundespolizei im Ländervergleich noch immer die „rote Laterne“. Dieses gilt insbesondere für die Bezahlung im mittleren Polizeivollzugsdienst und für die gesamte Verwaltung in der Bundespolizei.

„Die Verwaltung in der Bundespolizei wird seit Jahrzehnten drastisch reduziert und schlecht bezahlt.“

Das führe letztendlich dazu, dass zwischenzeitlich Polizeivollzugsbeamte Verwaltungsarbeiten erledigen müssen.

Beamte und Beamtinnen der Bundespolizei sorgen deutschlandweit fu?r Sicherheit – auf Bahnhöfen, Flughäfen und an den Grenzen. Darüber hinaus bewachen sie weltweit deutsche Botschaften. Ihr Wissen ist gefragt. Ihre Spezialkräfte sind die Antwort auf Terrorismus und schwere Kriminalität. Seit 60 Jahren sorgt die Bundespolizei fu?r Sicherheit in Deutschland. Kaum eine andere Sicherheitsinstitution hat sich in den vergangenen Jahrzehnten so verändert wie die Bundespolizei.

Hervorgegangen ist die zweitgrößte Polizeiorganisation Deutschlands aus dem ehemaligen Bundesgrenzschutz, der im Jahr 2005 in „Bundespolizei“ umbenannt wurde. Die Umbenennung, so Hans-Joachim Zastrow, sei ein konsequenter Schritt gewesen. Damit wurde der Neuausrichtung des Bundesgrenzschutzes in den vergangenen Jahren Rechnung getragen.

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