Atomkraft: Nicht weitermachen wie bisher

14. März 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Bevölkerungsschutz | Drucken

„Die Ereignisse in Japan mit ihren furchtbaren Auswirkungen auf die Menschen machen uns alle betroffen. Wir werden die Situation, wie ich es gestern schon angekündigt habe, ergebnisoffen und ohne ideologische Vorbehalte überdenken. Wir können nicht weitermachen wie bisher, sondern müssen bereit sein, bisherige Standpunkte zu überdenken. Es gibt dabei keinerlei Denkverbote. Gerade weil ich für die Verlängerung der Laufzeiten eingetreten bin, sehe ich für mich eine ganz besondere Verpflichtung, mich darum zu kümmern, wie wir nach dem Unglück in Japan in Deutschland mit der Kernenergie umgehen. Die Entscheidung der Bundesregierung, die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke auszusetzen, ist vor den Geschehnissen in Japan konsequent, mutig und richtig“, sagte Ministerpräsident Stefan Mappus am Montag (14. März 2011).

Japan habe zwar andere geologische Bedingungen als Deutschland und Baden-Württemberg und unser Land werde auch nicht von Tsunamis bedroht, aber Japan sei wie Deutschland ein Hochtechnologieland. „Und deshalb haben wir eine hohe Verantwortung, denn bei der Sicherheit gibt es keinen Rabatt. Wir haben uns stets rational für die friedliche Nutzung der Kernenergie eingesetzt, aber wir sind keine Kernkraft-Fetischisten. Unsere Basis ist das christliche Menschenbild, nicht die Liebe zur Kernenergie. Wir nehmen nicht nur die Sorgen und Nöte der Menschen ernst, es sind auch meine Sorgen und Fragen“, sagte Ministerpräsident Mappus.

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