THW entsendet SEEBA-Team ins japanische Erdbebengebiet

11. März 2011 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Im Auftrag der Bundesregierung entsendet das THW am morgigen Samstag ein rund 40-köpfiges Team der Schnell-Einsatz-Einheit Bergung Ausland (SEEBA) nach Japan. Die SEEBA-Kräfte sind Spezialisten für Rettung und Bergung in Katastrophengebieten.

Zusätzlich sind bereits vier THW-Experten auf dem Weg in das Schadensgebiet, um die Deutsche Botschaft in Tokio bei der Lagedarstellung und zur Erkundung weiterer Hilfsmaßnahmen zu unterstützen. Bundesinnenminister Dr. Hans-Peter Friedrich erklärte dazu: „Die heutigen Nachrichten und Bilder aus Japan haben uns alle tief erschüttert. Unser Mitgefühl gilt den Betroffenen, den Verletzten und Angehörigen der vielen Todesopfer sowie allen Japanern, die so plötzlich ihr Hab und Gut und Ihr Zuhause verloren haben. Jetzt ist rasche Hilfe nötig. Deutschland hat der japanischen Regierung umgehend Unterstützung angeboten, das Technische Hilfswerk ist hierfür bestens gerüstet.“

Das THW hatte bereits heute Vormittag drei Experten in das Krisenreaktionszentrum des AA entsandt. Der Krisenstab der Bundesregierung im Auswärtigen Amt hat entschieden, ein aus vier Experten bestehendes THW-Team nach Tokyo zu entsenden. Das Team ist bereits auf dem Weg nach Tokyo und soll dort die Arbeit der Botschaft unterstützen sowie Einsatzoptionen in Japan prüfen.

Am Samstag folgt dann die Mannschaft der SEEBA. Die Bergungs- und Rettungsspezialisten der SEEBA stehen innerhalb von sechs Stunden nach ihrer Alarmierung zum Abflug bereit. Ihre Ausrüstung ist in Leichtmetallkisten verpackt und kann so in herkömmlichen Verkehrsflugzeugen transportiert werden.

Die SEEBA war unter anderem nach den schweren Erdbeben in Indien 2001, im Iran 2003 und in Pakistan 2005 im Einsatz. Sie wurde 2007 gemäß der internationalen Rahmenvorgaben (INSARAG-Guidelines) der Vereinten Nationen als Spezialeinheit für Erdbeben klassifiziert. Das THW verfügte damit über das erste sogenannte heavy „Urban Search and Rescue“-Team (USAR) in Deutschland.

„Wir stehen bereit, Japan im Bedarfsfall auch mit weiteren Experten und Logistik bei der Bewältigung der Erdbebenfolgen zu unterstützen,“ so der Bundesinnenminister abschließend.

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  1. Japan muss eine nukleare Katastrophe fürchten: Die armen Menschen in Japan. Nicht nur, dass sie um ihr Leben fürchten müssen, sondern ihr Land wird nun verseucht sein. Im AKW Fukushima 1 ist die Radioaktivität schon auf das Tausendfache des Normalmaßes gestiegen. Deutlich erhöhte Werte gibt es auch in der Umgebung, die Evakuierungszone wurde ausgeweitet. Hoffentlich bekommen das die Japaner in den Griff.

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