Korruptionsprävention durch transparente Verwaltung

10. März 2011 | Themenbereich: Niedersachsen, Prävention | Drucken

Die niedersächsische Landesregierung hat am 9. März 2011 bereits zum zehnten Mal eine Liste der Sponsoringleistungen für die Landesverwaltung veröffentlicht. Wie eine Sprecherin des Innenministeriums in Hannover mitteilte, kommt die Landesregierung damit ihrer Selbstverpflichtung nach, die aus der Richtlinie zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung in der Landesverwaltung (Antikorruptionsrichtlinien) resultiert. In den dort enthaltenen Bestimmungen, die für alle Bereiche der Landesverwaltung verbindlich sind, ist unter anderem die Veröffentlichung von Sponsoring, Werbung, Spenden und Schenkungen in Form von Geld-, Sach- oder Dienstleistungen im Wert ab 1.000 Euro vorgeschrieben.

Im Zuge transparenten Verwaltungshandelns solle die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und der Landesverwaltung auch dokumentiert werden, sagte die Ministeriumssprecherin. Die als Sponsor auftretenden Unternehmen hätten nicht nur die Förderung der konkreten Aufgabe der Landesverwaltung im Blick, sondern regelmäßig auch eigene unternehmensbezogene Ziele der Werbung und Öffentlichkeitsarbeit. „Empfangene Leistungen sollen für die Öffentlichkeit erkennbar sein“, betonte die Sprecherin.

In den Sponsoringlisten sind die empfangenen Geld, Sach- oder Hilfeleistungen getrennt nach den Verwaltungsbereichen aufgelistet. Die Gelder und Leistungen kamen Projekten zugute, die ohne Sponsoring nicht oder nur in sehr abgespeckter Form hätten verwirklicht werden können. Nach Angaben des Innenministeriums wurden zum Beispiel Fortbildungsmaßnahmen und Repräsentationsaufgaben des Landes gefördert. Die umfangreichste Auflistung der Sponsoringleistungen findet sich aber auch in diesem Jahr wieder im Bereich Forschung und Lehre. Im Bereich der Finanzverwaltung und im Bereich des Landwirtschaftsministeriums wurden keine Sponsorenleistungen von mehr als 1.000 € angenommen.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.