Die Castoren stehen sicher!

10. März 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Mecklenburg-Vorp. | Drucken

Im Innenministerium ist gestern Abend eine schriftliche Information der Energiewerke Nord GmbH über ein meldepflichtiges Ereignis der untersten Kategorie (N) gemäß der atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung eingegangen. Im Transportbehälterlager Halle 8 des Zwischenlagers Nord (ZLN) ist eine Betonabplatzung an einer Stütze unterhalb des Kranbahnträgers festgestellt worden. Der Kran wurde vorsorglich vorübergehend außer Betrieb genommen.

Innenminister Lorenz Caffier hat sich heute Vormittag gemeinsam mit Mitarbeitern des Innenministeriums aus dem Fachbereich „atomrechtliche Aufsichtsbehörde über das ZLN“ vor Ort persönlich ein Bild gemacht.

„Die Betonabplatzung befindet sich außerhalb der Aufstellplätze der Castoren, alle Transportbehälter stehen sicher! Das betrifft auch die insgesamt neun Castor-Behälter, die im Dezember 2010 bzw. Februar 2011 eingetroffen sind. Dieses hat mir auch der Geschäftsführer der EWN ausdrücklich bestätigt und ich habe mich persönlich davon überzeugt“, sagte Innenminister Lorenz Caffier.

Gemäß der vom Bundesumweltministerium festgelegten Verfahrensweise ist das Innenministerium seiner Informationspflicht gegenüber den Bundesbehörden nachgekommen und hat das Bundesamt für Strahlenschutz informiert. Der Sachverhalt wird derzeit von Spezialisten der EWN und Sachverständigen der Bauaufsicht untersucht. Unabhängig davon hat das Innenministerium ebenfalls einen Sachverständigen beauftragt, die Schadensursache zu ermitteln, um danach weitere Schritte festlegen zu können.

„Losgelöst von diesem meldepflichtigen Ereignis wird das Innenministerium nach Ablauf der Anhörungsfrist (28. März) zum Antrag der Energiewerke Nord auf unbefristete Einlagerung von schwach- und mittelradioaktiven Stoffen im ZLN kurzfristig eine Entscheidung treffen. Meine kritische Haltung in dieser Frage ist bekannt“, so Minister Caffier.

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