Tarifbeschäftigte bereiteten Arbeitgebern heißen Empfang

9. März 2011 | Themenbereich: Beamten-Tarifrecht, Gewerkschaft der Polizei, Interessenvertretungen | Drucken

Kurz vor dem Start der heute in Potsdam beginnenden dritten Verhandlungsrunde für den öffentlichen Dienst der Länder bereiteten protestierende Tarifbeschäftigte dem Verhandlungsführer der Tarifgemeinschaft der Länder (TdL), Niedersachsens Finananzminister Hartmut Möllring, einen heißen Empfang. Mit zahlreichen Aktionen, an denen in den letzten Tagen Tausende Beschäftigte in vielen Orten Deutschlands teilnahmen, hatten die Gewerkschaften die Gangart verschärft. GdP-Bundesvorsitzender Bernhard Witthaut: „Unter den Beschäftigten hat sich ein gewaltiger Ärger aufgestaut. Dass unsere maßvolle Forderung nach einem Sockelbetrag von 50 Euro plus drei Prozent mehr Gehalt von den Arbeitgebern bisher einfach weggewischt wurde, hat den Druck im Kessel steigen lassen.“

Offenbar haben die gewerkschaftlichen Protest-Aktion und Warnstreiks Wirkung erzielt. Bereits vor dem Start der dritten Verhandlungsrunde wurde bekannt, dass nunmehr mit einem Angebot an die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes zu rechnen sei. Der Frankfurter Rundschau sagte TdL-Verhandlungsführer Hartmut Möllring, dass es „wahrscheinlich“ ein Angebot der Arbeitgeber geben werde. Die Chancen auf eine Einigung, so wird Möllring zitiert, stünden 50 zu 50.

Der GdP-Bundesvorsitzende kündigte an, das mutmaßliche Angebot auf Herz und Nieren zu prüfen. Witthaut: „Wir warten jetzt ab, ob es Bewegung gibt und womit die Arbeitgeber kommen.“ Leichtfertigkeit seitens der Gewerkschaften, so Witthaut, könne die Arbeitgeberseite nicht erwarten.

Am Nachmittag haben Gewerkschaften und Arbeitgeber die Verhandlungen aufgenommen. Die Große Tarifkommission (GTK) der GdP ist bereits in der brandenburgischen Landeshauptstadt eingetroffen.

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