E10-Gipfel: Konzeptlosigkeit statt Umweltpolitik

9. März 2011 | Themenbereich: Verkehr | Drucken

Die Ergebnisse des E10-Gipfels werden vom ACE Auto Club Europa scharf kritisiert: „Das Spitzengespräch hat für den Verbraucher keine Ergebnisse gebracht, letztendlich wurde nur ein „Weiter so“ mit mehr Broschüren vereinbart. Weder zu Fragen der Preisdifferenz noch zu Fragen der tatsächlichen Umweltvorteile wurden Ergebnisse erzielt“, zieht Matthias Knobloch, Leiter Verkehrspolitik des ACE, sein Fazit.

Die Einführung von E10 war lange geplant. Sehr viele Fragen, die die Verbraucher jetzt verunsichern, hätten im Vorfeld geklärt werden können und auch die nun verabredete „Kommunikationsoffensive“ hätte von Anfang an dazu gehören müssen. „Es ist erschreckend, dass bei langfristig geplanten Vorhaben die Verbraucherinformation so wenig berücksichtigt wurde. Eine erfolgreiche Umweltpolitik muss informieren und die betroffenen Autofahrer einbeziehen. Die E10-Einführung hat gezeigt, wie man es eben nicht machen kann“, so der ACE.

Unverantwortlich ist aus Sicht des Clubs auch, dass der Verbraucher nach wie vor mit seinen Problemen allein gelassen wird: „Es kann nicht sein, dass sich die Verantwortlichen die Schuld zuspielen und der Verbraucher an der Zapfsäule dafür bezahlen muss. Aus Sicht des ACE ist selbstverständlich, dass bei der Umsetzung eines politischen Vorhabens die Regierung in der Verantwortung steht. Ein Abschieben dieser Verantwortung zeugt von Konzeptlosigkeit, zumal die Regierung auch einen eigenen Beitrag – zum Beispiel in Form einer Steuerermäßigung für den erhöhten Bio-Anteil – vermissen lässt“, so Knobloch.

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