Fehlstellen an der Polizeibasis

7. März 2011 | Themenbereich: Berlin, Deutsche Polizeigewerkschaft, Interessenvertretungen | Drucken

Die heute von der Bild-Zeitung veröffentlichte Kleine Anfrage des CDU-Abgeordneten Peter Trapp offenbart die oft schön geredete miserable Personalpolitik des Berliner Senates bei der öffentlichen Sicherheit. Von den eigentlich vorgesehenen 16190 Planstellen sind in den Polizeidirektionen nur 15543 voll besetzt. Betrachtet man nur die Stellen der Vollzugsbeamten von Schutz- und Kriminalpolizei, so fehlen rund 415 Polizisten, mehr als vier Hundertschaften in den Direktionen, also an der polizeilichen Basis.

Bodo Pfalzgraf, Landesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) Berlin: „Das klingt nach organisierter Verantwortungslosigkeit gegenüber den Bürgern der Stadt! Solche Personallücken lassen sich nicht einfach weglächeln, sie gefährden die Gesundheit von Bürgern und von Polizisten, die ständig am Anschlag arbeiten müssen und Freizeit nur noch aus Erzählungen kennen. Herr Körting muss sich fragen lassen, warum er die bürgernahe Polizei langsam sterben lässt!“

Die bis auf die einzelnen Polizeiabschnitte detaillierte Mangelliste berücksichtigt noch nicht die teilweise enormen Krankheitsquoten, die durch ständige Verletzungen, schlechte Dienstzeitmodelle und dauerhafte Überlastung hervorgerufen werden.

Pfalzgraf: „Für viele meiner Kollegen entwickelt sich ihr Traumberuf zum Albtraum. Eine im Bundesvergleich schlechte Bezahlung, die enorme Gewaltbereitschaft von Verbrechern, hohe Scheidungsquoten und Arbeitszeiten, die krank machen, sind keine vernünftige Grundlage für eine sichere Hauptstadt!“

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