LVM: Fehlinformation durch „Kommunikationspanne“

3. März 2011 | Themenbereich: Bund Deutscher Kriminalbeamter, Hamburg, Interessenvertretungen | Drucken

Nach der bekannt „schweren Geburt“ des neuen LVM, den Beförderungen zum Jahresende aller mit „A“ und „B“ beurteilten Kolleginnen und Kollegen und den im Januar erfolgten Beförderungen der mit dem Prädikat „C“ Beurteilten, sind in den letzten Tagen neue Irrungen und Wirrungen bezüglich des LVM aufgetreten.

Die Antworten auf die wichtigsten Fragen vorweg: Es wird in 2011 wie geplant die nächste LVM-Beurteilungs- und Maßstabsrunde geben und das Geld für die dann anstehenden Beförderungen, so die aktuellen Aussagen aller Verantwortlichen in der Polizeiführung, ist dafür auch vorhanden. Die nächste Beurteilungs- und Maßstabsrunde wird, wie auch in 2010 (und in den LVM-Jahren davor), im Herbst stattfinden und bewegt sich somit im Rahmen der Beurteilungsrichtlinie.

Warum tauchen diese Fragen jetzt – urplötzlich – auf?
Die Antwort darauf ist kaum zu glauben: Weil es zu einer „bedauerlichen Kommunikationspanne“ gekommen sei.

Im Rahmen der Maßstabsfindung für 2010 war kurzfristig darüber nachgedacht worden, die Maßstabsrunde 2011 in das Frühjahr vorzuziehen. Dieses Vorhaben ist dann aber aus verschiedenen Gründen schnell wieder aufgegeben worden. Ein Grund dafür liegt schon in der Tatsache begründet, dass es einfach vom Ablauf her nicht möglich war. Derzeit laufen, ebenfalls nicht problemlos, die Maßstabsrunden für A 11 und A 12. Daran schließen sich die Ausschreibungen und Auswahlverfahren für A 12 und A 13 an, die auch schon mehr als ein halbes Jahr überfällig sind. Parallel dazu läuft das LA III-Verfahren. Die personellen Ressourcen der „zuständigen“ ZP 4 sind aber nun mal endlich. Diese Tatsachen sind wohl vermutlich bei der – voreiligen – Ankündigung des Vorziehens der Maßstabsrunde 2011 vergessen worden.

Fakt bleibt: Es soll nach dem jetzigen Stand in 2011 planmäßig eine Beurteilungs- und Maßstabsrunde mit den sich daraus ergebenden Beförderungen zum Jahreswechsel geben!

Der BDK fordert an dieser Stelle Polizeipräsident Werner Jantosch ausdrücklich und eindringlich auf, dafür zu sorgen, dass so eine unglaubliche und für die betroffenen Kolleginnen und Kollegen – gerade bei so einem bedeutsamen Thema, das sich massiv auf die Motivation des Einzelnen auswirkt – absolut nicht nachvollziehbare „Kommunikationspanne“ nicht noch einmal passieren kann. Es muss verbindlich sichergestellt sein, dass allen im Beurteilungsprozess Beteiligten transparent und nachvollziehbar die Abläufe rund um das LVM und das Beurteilungssystem bekannt sind! Die Kolleginnen und Kollegen der Hamburger Polizei haben dabei ein Recht auf alle Informationen, um ihre eigene „Karriereplanung“ vornehmen zu können.

Jetzt muss zudem dringend zeitnah die vereinbarte Evaluierung von LVM und Beurteilungsverfahren stattfinden. Bisher gibt es hierzu aber ebenfalls leider keine Verlautbarungen. Eine Beteiligung des Personalrates ist bisher nicht erfolgt. Der BDK erwartet, dass die Fehler, die im Verfahren 2010 gemacht worden sind, jetzt schnell aufgegriffen und beseitigt werden, damit sie sich in 2011 nicht wiederholen.

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