Brandenburg tritt der nationalen Kooperation POLIZEI-ONLINE bei

3. März 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

„Der Beitritt Brandenburgs zur Kooperation POLIZEI-ONLINE und die Unterstützung beim Aufbau eines landesweiten Intranetportals für den Katastrophen- und Brandschutz in Rheinland-Pfalz belegen, dass die Polizei Baden-Württemberg bundesweit anerkannter Schrittmacher bei der Entwicklung innovativer Lösungen für das Bildungs- und Informationsmanagement im Sicherheitsbereich ist.“ Das sagte Innenminister Heribert Rech am Donnerstag, 3. März 2011, in Stuttgart zur entsprechenden Vertragsunterzeichnungen auf der Computermesse CeBIT in Hannover.

POLIZEI-ONLINE stehe für eine moderne Polizei und sei ein hervorragendes Informations- und Weiterbildungsmedium. „Die Verleihung des renommierten Weiterbildungs-Innovations-Preises des Bundesinstituts für berufliche Bildung in der vergangenen Woche auf der Bildungsmesse Didacta für die Entwicklung einer europaweit einmaligen virtuellen Trainingsumgebung ist sicherlich nicht die letzte Auszeichnung für POLIZEI-ONLINE“, betonte der Innenminister.

Teil von POLIZEI-ONLINE sei ein integriertes Bildungsmanagementsystem, mit dem beispielsweise alle polizeilichen Schulungen vollständig online verwaltet und durchgeführt werden könnten. Dieses sei bereits durch die Länder Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland und Berlin übernommen worden. Nun schließe sich auch Brandenburg dieser Kooperation an und beteilige sich künftig an der Weiterentwicklung des Systems und der bundesweit gemeinsamen Entwicklung von elektronischen Lerninhalten (E-Learning-Inhalten). „Für seine bundesweit führende Rolle im Bereich E-Learning ist die Polizei Baden-Württemberg bereits zweimal mit dem europäischen E-Learning-Preis (European E-Learning-Award) ausgezeichnet worden“, sagte Rech.

Nachdem bereits die Polizei Nordrhein-Westfalen die Intranet-Lösung POLIZEI-ONLINE vollständig übernommen und für ihre rund 50.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Verfügung gestellt habe, schließe sich nun das Land Rheinland-Pfalz dieser Kooperation an. Das mit modernster Technik aufgebaute Intranet der Polizei Baden-Württemberg werde künftig die Grundlage für das polizeiliche Intranet in Rheinland-Pfalz und den Aufbau eines Portals für Katastrophen- und Brandschutz für Innenministerium, Feuerwehren, Katastrophenschutzbehörden und Rettungsdienste.

Mit Berlin, Brandenburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland könnten bereits heute weit mehr als die Hälfte aller Mitarbeiter der Polizei im Bundesgebiet bei ihrer Arbeit auf POLIZEI-ONLINE zugreifen. Weitere Länder planten einen Beitritt zur Kooperation. „Wir unterstützen dies, denn auf diese Weise gelingt es uns auch, zur Standardisierung von Informationstechnologie in Deutschland beizutragen“, so Innenminister Rech.

Baden-Württemberg stelle über das Digitalfunkportal (www.digifunk.info) im Internet auch elektronische Lerninhalte zur Anwenderschulung für den neuen Digitalfunk zur Verfügung. Dieses Portal werde inzwischen von weit mehr als der Hälfte der deutschen Länder und dem Bund von nahezu allen „Blaulichtorganisationen“ genutzt und unterstütze so den bundesweiten „RollOut“ der neuen Digitalfunktechnologie.

Einmalig sei auch die Lösung zur Verwaltung und Unterstützung aller polizeilichen Einsatztrainingsmaßnahmen. Beispielsweise könnten alle Trainingseinheiten online verwaltet und gebucht werden, und es gebe elektronische Schießleistungs- und Trainingsnachweise. Auswertungen, beispielsweise des Leistungs- und Erfüllungsstands, seien für jeden Einzelnen, aber auch für ganze Dienststellen, mit wenigen Mausklicken möglich. „Besonders vor der zunehmenden Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber der Polizei ist es sehr wichtig, vergleichbare Trainingsstände bei allen Dienststellen zu gewährleisten“, sagte Rech.

Die Anwendungen in POLIZEI-ONLINE seien auch für die grenzüberschreitende polizeiliche Zusammenarbeit wichtig. Jüngstes Entwicklungsergebnis sei eine „Druckerdatenbank“, die Hilfestellung bei der kriminalpolizeilichen Auswertung von Schriftstücken biete. Neben neuesten Forschungsergebnissen und Untersuchungsanleitungen stünden auch die Daten nahezu aller weltweit verfügbaren Tintendrucker in der Datenbank zur Verfügung. Diese Lösung werde weltweit von vielen Polizeien und auch Sicherheitsbehörden wie dem CIA und der Heimatschutzbehörde in den USA genutzt.

Ein wichtiger Baustein der polizeilichen Länderkooperation sei die bereits seit Jahren bestehende erfolgreiche öffentlich-private Partnerschaft zwischen Baden-Württemberg und der Deutschen Telekom AG. „Auch diese Partnerschaft wird durch Baden-Württemberg auf die Länderkooperation übertragen und kommt allen Beteiligten zugute“, sagte Innenminister Rech.

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