Gemeinsam für Erhalt von Bundeswehrstandorten

2. März 2011 | Themenbereich: Innere Sicherheit, Sachsen-Anhalt | Drucken

Die Landesregierung und die Bürgermeister von vier wichtigen Bundeswehrstandorten wollen sich gemeinsam dafür einsetzen, dass die Bundeswehr im Zuge der Reform in Sachsen-Anhalt präsent bleibt. Darauf verständigten sich der Staatssekretär im Innenministerium, Rüdiger Erben, und die Stadtoberhäupter Konrad Fuchs (Gardelegen), Bernd Poloski (Havelberg), Jörg Rehbaum (Burg) und Robby Risch (Weißenfels) bei einer Zusammenkunft am heutigen Mittwoch in Magdeburg. „Gerade für die Standorte in Sachsen-Anhalt sprechen handfeste Argumente, die wir im Reformprozess zu Gehör bringen müssen“, sagte Erben. „Wenn die Bundeswehr neu aufgestellt wird, kommt es darauf an, die effektivsten und attraktivsten Standorte zu erhalten.“

Die vier Bundeswehrstandorte gehören nach Einschätzung des Staatssekretärs zu den modernsten in Deutschland:

  • Burg mit dem Schwerpunkt auf Logistikaufgaben,
  • Gardelegen mit dem bundesweit einzigartigen Gefechtsübungszentrum Letzlingen,
  • Havelberg mit wichtigen Unterstützungsaufgaben gerade für internationale Einsätze,
  • Weißenfels als größter Sanitätsstandort der Bundeswehr.

Erben: „Die Entwicklung der letzten Tage hat gezeigt, dass die Bundeswehr ohne Attraktivitätssteigerung die notwendige Zahl von Freiwilligen nicht erhalten kann. Die Bundesregierung ist deshalb gut beraten, solche Standorte langfristig zu erhalten, an denen die Soldatinnen und Soldaten gute Arbeitsbedingungen und zugleich ein attraktives Umfeld für ihre Familien vorfinden.“

Ein wesentliches Ergebnis des heutigen Gesprächs ist deshalb die Zusicherung der Bürgermeister, dass alle vier Städte Kinderbetreuung auch in Tagesrandzeiten sicherstellen könnten – eine wichtige Voraussetzung für Bundeswehrangehörige und andere Arbeitnehmer im Schichtdienst. Eine gute Kinderbetreuung hatte auch der Deutsche Bundeswehrverband in seiner „Attraktivitätsagenda 2011″ jüngst als ein wichtiges Kriterium für die Entscheidung zugunsten eines freiwilligen Dienstes in der Bundeswehr genannt. „Um es ganz deutlich zu sagen: Wer vorrangig Standorte in Westdeutschland erhält, schlägt potentiellen Soldatinnen und Soldaten mit Familie die Tür vor der Nase zu“, so Erben. „Bisher stellen die ostdeutschen Länder einen überproportionalen Anteil bei den Wehrdienstleistenden. Diesen Standortvorteil sollte man nicht leichtfertig aufs Spiel setzen.“

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