Kein Führerscheinkater nach Karnevalsveranstaltungen

1. März 2011 | Themenbereich: Saarland, Verkehr | Drucken

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sind nicht nur zur Fastnachtszeit immer wieder Ursachen für schwerste Verkehrsunfälle. Oft werden unbeteiligte Personen dabei getötet oder verletzt.
Jede Menge Kappensitzungen und Bälle, tolle Tage stehen in der „fünften Jahreszeit“ bevor, an denen es feuchtfröhlich zugeht – vom Fetten Donnerstag bis zum Fastnachtsdienstag.
Entsprechend dem zunehmenden Alkoholpegel und / oder anderen Drogen steigt die gute Laune, aber damit auch die Bereitschaft, sich mit ein paar Gläsern zu viel ans Steuer zu setzen. Oft werden unbeteiligte Personen dabei getötet oder verletzt. Leicht geht dann die gute Laune in den Keller und macht einer betroffenen Ernüchterung Platz.
Rechtliche Folgen von Alkoholfahrten

Ab 0,5 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, die ab dem 1. Februar 2009 mit höheren Bußgeldern ab 500 bis 1.500 Euro sowie Fahrverboten von einem bis drei Monate geahndet werden. Das gleiche gilt für berauschte Fahrer, die Cannabis, Kokain, Amphetamine, Ecstasy oder sonstige Drogen genommen haben. Aber auch durch Drogen berauschte Fahrer können ihren Führerschein loswerden, insbesondere wenn sie beim Führen ihres Fahrzeuges Ausfallerscheinungen zeigen oder das Untersuchungsergebnis zeigt, dass sie nicht nur gelegentlich Drogen zu sich nehmen.

Ab 1,1 Promille Alkohol im Blut handelt es sich generell um eine Straftat, egal ob Fahrfehler vorliegen oder nicht. Grundsätzlich wird dann der Führerschein einbehalten. Bereits ab 0,3 Promille kann es kritisch werden, wenn nämlich der Kraftfahrer durch alkoholbedingte Fahrfehler einen Unfall baut.

0,0 Promille für Fahranfänger

Seit dem 1. August 2007 gilt eine neue Vorschrift für Fahranfänger. Sie dürfen im Zusammenhang mit dem Führen von Kraftfahrzeugen in der Probezeit und – sofern sie noch nicht das 21. Lebensjahr vollendet haben – überhaupt keinen Alkohol trinken. Der Verstoß kostet 250 Euro. Die Probezeit verlängert sich dann von zwei auf vier Jahre. Darüber hinaus müssen Betroffene ein Aufbauseminar belegen (Kosten: ca. 200 Euro), um ihre Fahr- und Fachkenntnisse zu vertiefen.
Tipps zum entspannten Feiern

  • Nach Alkoholgenuss grundsätzlich Auto stehen lassen.
  • Nicht an die Promillegrenze heran trinken.
  • Restalkohol bedenken; nach z.B. drei Stunden Schlaf sind die Promille nicht verflogen.
  • Neues Trinken „wärmt“ den vorhandenen Alkoholpegel auf; Drogen bleiben wesentlich länger im Körper als Alkohol.
  • Auf Bus oder Taxi ausweichen: das ist allemal billiger! Fahrgemeinschaften bilden und Fahrer bestimmen, z.B. an der Aktion „SAAR BOB“ teilnehmen. BOB ist die Person einer Gruppe, die nach vorheriger Absprache auf der Party, in der Disco oder in der Kneipe keinen Alkohol trinkt, weil sie seine Mitfahrer sicher nach Hause bringen will. Nähere Information unter http://www.saar-bob.de. Bei Freunden übernachten.

Alkohol- und Drogenkontrollen im Jahr 2010

Während der Fastnachtssaison 2010 wurden von der Polizei bei Verkehrskontrollen und nach Verkehrsunfällen 96 Blutproben (2009: 72) angeordnet und dabei 65 Führerscheine (2009: 43) einbehalten.

Landesweit nahm die Polizei 21 (2009: 18) alkoholbedingte Verkehrsunfälle auf, davon 9 (2009: 3) mit Personenschaden.

Kontrollen vor und während der Fastnacht 2011

Die Polizei kündigt bereits jetzt für die Fastnachtstage und die Zeit davor verstärkte Schwerpunktkontrollen an.

Die Polizei appelliert:

„Feiern ja! Aber Alkohol und Fahren sind unvereinbar. Zeigen Sie Verantwortung und helfen Sie mit, unsere Straßen sicherer zu machen. Gehen Sie Null Komma Null Risiko, damit Führerscheinkater und Verkehrsunfälle ausbleiben.“

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