Gewaltprävention durch gelungene Integration

28. Februar 2011 | Themenbereich: Hessen, Innere Sicherheit | Drucken

Gewaltstraftaten insbesondere jugendlicher Migranten waren in den letzten Jahren wichtige gesellschaftliche Themen. Die Ergebnisse zweier bundesweit vielbeachteter Studien, die sich mit dem Zusammenhang zwischen Migration und Jugendkriminalität beschäftigen, waren heute Gegenstand der Fachtagung „Gewaltprävention durch gelungene Integration“ in Frankfurt. Als Gäste der Fachtagung konnten die bundesweit führenden Kriminologen, Prof. Dr. Christian Pfeiffer, vom Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen e.V., und Prof. Dr. Dieter Rössner, Vorsitzender des Landespräventionsrates Hessen, und die Vizepräsidentin des Landespräventionsrates Hessen, Prof. Dr. Britta Bannenberg, begrüßt werden.

In seinem Grußwort ging der Hessische Integrations- und Justizminister, Jörg-Uwe Hahn, auf die Ergebnisse der Studien ein und erläuterte die bereits durch die Landesregierung ergriffenen Maßnahmen. „Die Studien zeigen uns, dass bundesweit die Zahl der durch Jugendliche begangen Gewaltdelikte ansteigend ist. Männliche, nichtdeutsche Jugendliche sind in der Polizeistatistik deutlich überrepräsentiert. In Hessen haben wir bei der Bekämpfung von Jugendkriminalität, zum Beispiel mit den Häusern des Jugendrechts in Wiesbaden und Frankfurt, bereits wichtige Weichen gestellt.“

„Besonders besorgniserregend ist für mich, dass die Studien einen Zusammenhang zwischen zunehmender religiöser Bindung junger männlicher Muslime und dem Anstieg von Gewaltdelinquenz in diesem Bereich aufzeigen“, erklärte Jörg-Uwe Hahn. Den Studien zufolge ist die Flucht in die Religion oft Folge gescheiterter Integration.

„Ein wichtiger Aspekt unserer Integrationsarbeit in Hessen ist es deshalb, Benachteiligungserfahrungen und Stigmatisierungen gar nicht erst entstehen zu lassen. Eine gelungene Integration führt zu einer Verbesserung der Lebenssituation und zu mehr gesellschaftlicher Teilhabe, etwa in Sportvereinen. Dies lässt Gewaltpotenzial gar nicht erst entstehen“, so Jörg-Uwe Hahn abschließend.

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