Virtuelles Polizei-Training erhält Weiterbildungs-Innovations-Preis 2011

25. Februar 2011 | Themenbereich: Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

Für das virtuelle Training für Polizeieinsatzkräfte (ViPol) erhielten die Ulmer TriCAT GmbH und das Innenministerium Baden-Württemberg den Weiterbildungs-Innovations-Preis 2011 des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB). Mit der Pilotanwendung, die in enger Kooperation mit der MFG Baden-Württemberg entstand, werden Polizisten auf Einsätze im Alltag vorbereitet.

Den mit 2.500 Euro dotierten Preis überreichten der baden-württembergische Ministerpräsident Stefan Mappus und BIBB-Präsident Manfred Kremer am 24. Februar 2011 auf der Bildungsmesse Didacta in Stuttgart an Dieter Schneider, Inspekteur der Polizei Baden-Württemberg.

Mit dem Weiterbildungs-Innovations-Preis zeichnet das BIBB seit dem Jahr 2000 innovative und zukunftsweisende Konzepte der beruflichen Weiterbildung aus. In diesem Jahr hatte die Jury insgesamt 81 Einreichungen erhalten und daraus sechs Preisträger gekürt. ViPol ist das einzige Serious Game unter den Gewinnern und überzeugte insbesondere durch das hohe Innovationspotenzial und die hervorragende technische Umsetzung.

„Aufgrund des hohen Kosten- und Zeitaufwands lassen sich flächendeckende Trainingseinheiten unter realen Bedingungen kaum realisieren“, erklärt Inspekteur der Polizei Dieter Schneider. „Das virtuelle Training für Polizeieinsatzkräfte ergänzt die bisherigen praktischen Übungen daher auf sinnvolle Weise.“ So trainieren die Polizisten am Computer beispielsweise, wie Bodenkräfte mit den Besatzungen in Polizei-Hubschraubern reibungslos zusammenarbeiten.

Bei der Entwicklung des virtuellen Trainingsszenarios beriet die MFG die Kooperationspartner und vermittelte Expertenkontakte – beispielsweise zum Institut für Wissensmedien der Universität Tübingen, das den Entwicklungsprozess des virtuellen Polizei-Trainings wissenschaftlich begleitete. Bereits im vergangenen Jahr wurde die Trainingssoftware mit dem Serious Games Award in Silber ausgezeichnet und für den European Award for Technology Supported Learning (eureleA) nominiert.

„Ich freue mich sehr über den Weiterbildungs-Innovations-Preis. Diese erneute Auszeichnung macht deutlich, dass professionelle Serious-Games-Anwendungen dem Weiterbildungsbereich eine neue, zukunftsweisende Dimension eröffnen“, so Markus Herkersdorf, Geschäftsführer TriCAT.

MFG-Geschäftsführer Klaus Haasis ergänzt: „Den Preis sehen wir auch als Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Unternehmen, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen im MFG Visual Experience Lab.“ Im MFG Visual Experience Lab untersucht die Innovationsagentur des Landes für IT und Medien aktuelle Trends im Bereich Visualisierung und Simulation und erprobt neue Technologien.

Für die Entwicklung und Herstellung von pädagogisch und kulturell wertvollen Computerspielen und anderen anspruchsvollen interaktiven Medienapplikationen stellt die MFG im Rahmen des neu aufgelegten Förderprogramms Digital Content Funding (DCF) bereichsübergreifend Mittel in Höhe von insgesamt 500.000 Euro pro Jahr zur Verfügung.

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