Schusssichere Helme für die Polizei

25. Februar 2011 | Themenbereich: Ausrüstung, Baden-Württemberg, Polizei | Drucken

Die Polizeibeamtinnen und -beamten im Land bekommen eine zusätzliche ballistische Schutzausstattung für Amokeinsätze und andere gefährliche Einsätze: Im April beginnt die Auslieferung der neuen schusssicheren Helme und der ergänzenden Teile für die Schutzwesten, die Hals, Schulter und Unterleib vor Schüssen sichern.

„Das Land hat nach dem schrecklichen Amoklauf von Winnenden und Wendlingen alles daran gesetzt, um den Polizisten für solche Einsätze eine optimale Schutzausstattung zur Verfügung zu stellen, denn ihre Sicherheit hat für uns oberste Priorität. Sie riskieren ihr Leben für andere Menschen und deshalb steht ihnen selbstverständlich der bestmögliche Schutz zu“, sagte Innenminister Heribert Rech am Freitag, 25. Februar 2011, in Stuttgart.

Jede Polizeibeamtin und jeder Polizeibeamte im Streifen- und Verkehrsdienst haben schon seit längerem eine eigene Schutzweste. Diese werde jetzt für den Extremfall um lebenswichtige Komponenten ergänzt. Für rund 3,6 Millionen Euro könne die Polizei künftig in rund 1.200 Streifenfahrzeugen zusätzlich zwei Ausstattungspakete mitführen, bestehend jeweils aus einem schusssicheren Helm und Ergänzungen der Schutzweste für Hals, Schulter und Unterleib. Bis Mai 2011 werde ein Großteil der Fahrzeuge ausgerüstet sein.

Von allen Firmen, die sich an dem leider langwierigen europaweiten Ausschreibungsverfahren beteiligt hätten, seien Produkte für die hohen Anforderungen der Polizei entwickelt worden. Den Zuschlag beim Helm habe die Traditionsfirma Ulbrichts Witwe aus Schwanenstadt in Österreich erhalten. Den Hals- Schulter- und Tiefschutz werde der Schutzwestenhersteller Mehler Vario Systems aus Fulda liefern. Zum ersten Mal sei es gelungen, einen ballistischen Schutzhelm zu entwickeln, der über einen Schnellverschluss eine flexible Größenverstellung ermöglicht und damit jeder Polizeibeamtin und jedem Polizeibeamten gut passe.

„Der Helm ist nicht nur für Amoklagen vorgesehen. Er hat auch einen Schlagschutz, so dass er auch im täglichen Dienst, in denen Polizistinnen und Polizisten immer mehr gewalttätigen Angriffen ausgesetzt sind, vor Verletzungen schützen kann“, sagte Rech. Wichtige Kriterien bei der Auswahl der Produkte sei auch gutes Trageverhalten gewesen. Die Schutzausstattung sei schnell anzulegen, relativ leicht und behindere kaum.

Innenminister Heribert Rech: „Ich hoffe natürlich, dass diese Ausrüstung möglichst selten aus dem Kofferraum geholt werden muss. Leider zeigen uns Ereignisse wie der Amoklauf in Lörrach im vergangenen September und die zunehmende Gewalt gegen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, dass jederzeit mit Einsätzen zu rechnen ist, in denen die neue Ausstattung lebensrettend sein kann.“

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