BBK ist Partner im Nationalen Cyber-Abwehrzentrum

25. Februar 2011 | Themenbereich: Bevölkerungsschutz | Drucken

Am 23. Februar 2011 hat die Bundesregierung in Berlin eine neue Cyber-Sicherheitsstrategie verabschiedet. Das Bundesministerium des Innern zielt mit der Strategie darauf ab, das Internet und alle damit zusammenhängenden Informations- und Kommunikationstechnologien gegenüber Angriffen aller Art nachhaltig sicherer zu machen. Wesentliches Instrument der Strategie ist ein neues Nationales Cyber-Abwehrzentrum (NCAZ), dessen Federführung beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) liegt. Darüber hinaus bilden das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) den Kern der neuen Einrichtung.

Das NCAZ wird bereits zum 1. April 2011 seinen Dienst aufnehmen. Anlassbezogen werden weitere Sicherheitsbehörden, unter anderem das Bundeskriminalamt in die Arbeit eingebunden werden. Bundesinnenminister Dr. Thomas de Maizière betonte anlässlich der Vorstellung der Cyber-Sicherheitsstrategie am Mittwoch in Berlin, dass mit dem neuen Abwehrzentrum keine neue Behörde geschaffen würde. Vielmehr wird die behördenübergreifende Zusammenarbeit auf einem wichtigen sicherheitspolitischen Feld optimiert. Die beteiligten Behörden werden in eigener Zuständigkeit im Cyber-Abwehrzentrum kooperieren.

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) ist nicht zuletzt aufgrund seiner Erfahrungen auf dem Gebiet des Schutzes Kritischer Infrastrukturen (KRITIS) Partner im Cyber-Abwehrzentrum. Nahezu alle KRITIS-Sektoren sind mit Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) verbunden oder werden mit Hilfe IKT-gestützter Systeme gesteuert. Sollten diese IKT-Steuerungssysteme gestört werden oder längere Zeit ausfallen, würden massive Probleme bei der Versorgung der Bevölkerung mit teils lebenswichtigen Infrastrukturleistungen auftreten. Das BBK hat zur Prävention und Vorsorge mit entsprechenden Infrastruktur-Unternehmen in den letzten Jahren ein Basisschutzkonzept und einen Risiko- und Krisenmanagementleitfaden erarbeitet. Darüber hinaus wurden verschiedene Spezialschutzkonzepte für einzelne Infrastrukturbereiche zusammen mit Unternehmen erstellt. Das BBK bringt dieses Wissen in die Cybersicherheitsstrategie ein. Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle, der die Strategie zusammen mit dem Bundesinnenminister der Öffentlichkeit vorstellte, betonte die elementare Bedeutung der Zusammenarbeit von Staat und Wirtschaft auf dem Feld der Cyber- und Infrastruktursicherheit.

Neben der Erfahrung beim Schutz Kritischer Infrastrukturen verfügt das BBK über intensives Knowhow im Krisenmanagement und im Anlegen von Übungen. Nicht zuletzt deswegen wird auch die diesjährige, von BBK und BSI gemeinsam entwickelte Konzeption für die nationale länderübergreifende Krisenmanagementübung LÜKEX auf die IT-Sicherheit fokussiert sein.

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.