Gewalt gegen Behördenmitarbeiter

23. Februar 2011 | Themenbereich: dbb Beamtenbund, Interessenvertretungen | Drucken

Angesichts sich häufender Übergriffe auf Mitarbeiter in den Behörden sieht dbb Chef Peter Heesen politischen Handlungsbedarf. Gebraucht würden endlich länderübergreifende Sicherheitsmaßnahmen, um die Kolleginnen und Kollegen wirksam zu schützen, sagte der dbb Bundesvorsitzende dem ARD-Politikmagazin „report München“ (Ausgabe vom 21. Februar 2011). „Die Politik muss jetzt handeln. Man muss sich mit uns zusammensetzen und darüber reden, was zu tun ist.“ Heesen verwies auf das gute Beispiel eines Anti-Gewalt-Projekts in Hamburger Behörden. „Aber so etwas wollen wir in allen Bundesländern haben, in allen Kommunen und natürlich in allen Bundesbehörden.“

Laut „report München“ sind besonders Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jobcenter von der steigenden Zahl der Übergriffe betroffen, die vom verbalen Angriff bis zur Morddrohung oder dem Einsatz von Waffen reichen. Die Übergriffe gelten als Arbeitsunfälle. Dies habe die Unfallkasse des Bundes zu einer Umfrage veranlasst. Das Ergebnis: Täglich gebe es „verbale Attacken“, wöchentlich komme es zu „Randale“, monatlich seien „Bedrohungen, sexuelle Aggressionen und üble Gerüchte“ zu verzeichnen. Insgesamt hätten nur 30 Prozent der Beschäftigten angegeben, sich an ihrem Arbeitsplatz nie bedroht zu fühlen.