Kriminalstatistik 2010: Rückgänge der Fallzahlen

22. Februar 2011 | Themenbereich: Kriminalität, Saarland | Drucken

Die Polizeiliche Kriminalstatistik verzeichnet für das Jahr 2010 Rückgänge der Fallzahlen in den Straftatenhauptgruppen „Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung“ (von 752 auf 668 Fälle, – 11,2 %, „Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit“ (von 11.134 auf 10.728 Fälle, – 3,6 %), „Diebstähle“ (von 27.164 auf 25.870 Fälle, – 4,8 %) und „Sonstige Straftaten nach dem Strafgesetzbuch“ (von 18.409 auf 16.903 Fälle, – 8,2 %).

Auch die Entwicklung im Bereich der Jugendkriminalität, also der Gesamtheit aller Straftaten, begangen durch Tatverdächtige unter 21 Jahren, folgt dem positiven PKS-Trend. Hier gingen die registrierten Straftaten um 402 Fälle oder 4,3 % auf 9.023 Delikte zurück (2009: 9.425). Es wurden 6.789 Tatverdächtige ermittelt, die der Jugendkriminalität zugeordnet werden (2009: 7.274).

Steigende Fallzahlen weist die PKS 2010 allerdings u. a. im Deliktsbereich „Straftaten gegen das Leben“ (von 22 auf 37 Fälle, + 68,2 %) aus. Diese Deliktsgruppe umfasst die Tatbestände „Fahrlässige Tötung – nicht in Verbindung mit Verkehrsunfällen“ (von 6 auf 11 Fälle, + 83,3 %), „Totschlag/Tötung auf Verlangen“ (von 8 auf 9 Fälle, + 12,5 %, davon 5 Versuche), und „Mord“ (von 8 auf 16 Fälle, + 100 %, davon 6 Versuche). Auch „Schwangerschaftsabbruch“ zählt dazu (1 Versuch 2010, 0 im Jahr 2009).

Weitaus geringer angestiegen sind die Zahlen in den Bereichen „Vermögens- und Fälschungsdelikte“ (von 12.859 auf 13.421 Fälle, + 4,4 %) und „Strafrechtliche Nebengesetze“ (von 4.201 auf 4.260 Fälle, + 1,4 %).

Derzeit erfolgt beim Landeskriminalamt die detaillierte Auswertung der Daten der Polizeilichen Kriminalstatistik 2010 und basierend auf den gewonnenen Erkenntnissen die Erstellung des Berichts über „Stand und Entwicklung der Kriminalität im Saarland 2010″.

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