Verkehrsunfallsstatistik 2010

21. Februar 2011 | Themenbereich: Bayern, Verkehr | Drucken

Die Zahl der Verkehrstoten und -verletzten auf Bayerns Straßen ist auch im Jahr 2010 weiter zurückgegangen. Bei der Vorstellung der Verkehrsunfallstatistik 2010 sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann: „Auf den bayerischen Straßen sind im vergangenen Jahr 697 Menschen ums Leben gekommen. Das bedeutet gegenüber dem Jahr 2009 einen Rückgang um rund 11 Prozent und im Vergleich zum Jahr 2001 um 47 Prozent.“ Herrmann führt das unter anderem darauf zurück, dass sich die langfristig angelegte Verkehrssicherheitsarbeit auszahlt. „Das Ineinandergreifen von Prävention, Verkehrsüberwachung und “gebauter Verkehrssicherheit“ erweist sich als sinnvoll und richtig. Dabei haben wir unser Ziel, unter anderem mit der Aktion „Sicher und Fair im Straßenverkehr“ die Zahl der Verkehrstoten in Bayern im Zeitraum von 2007 bis 2012 um mindestens ein Fünftel zu reduzieren, ohnehin längst erreicht. Dennoch: Trotz der spürbaren Verbesserung der Verkehrssicherheit dürfen wir die Hände keinesfalls in den Schoß legen“, sagte der Minister.

Auch die Unfälle mit Verletzten gingen gegenüber dem Jahr 2009 um rund 3,6 Prozent zurück. Diesen Rückgängen an Verletzten und Toten steht 2010 mit knapp 357.000 Verkehrsunfällen eine Steigerung von 4,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2009 gegenüber. Herrmann: „Hier wirkten sich insbesondere die ungünstigen Witterungsbedingungen im Dezember negativ auf die Statistik aus.“ Die häufigste Ursache für Unfälle mit Toten und Schwerverletzten war auch im vergangenen Jahr die überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit. Weitere Auffälligkeiten der Unfallentwicklung 2010: Die Zahl der Alkoholunfälle ging um 6,6 Prozent zurück, die Zahl der Toten bei Alkoholunfällen sank um mehr als 31 Prozent auf 70. Als alarmierend bezeichnete Herrmann die Tatsache, dass von rund 400 getöteten Fahrzeuginsassen etwa 100 nicht angeschnallt waren. „Das sind 25 Prozent, von denen vermutlich einige bei ordnungsgemäßer Gurtbenutzung überlebt hätten!“

Herrmann kündigte eine Reihe von Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit für das Jahr 2011 an. So soll am 9. April 2011 in Regensburg erstmals ein bayerischer Landestag der Verkehrssicherheit mit den Schwerpunkten „Sicherheit von Kindern als Fußgänger oder Radfahrer“ sowie die „Sicherheit älterer Verkehrsteilnehmer“ stattfinden. „Wir werden außerdem die Geschwindigkeitsunfälle verstärkt analysieren und Auffälligkeiten beseitigen“, so Herrmann. „Das kann im Einzelfall straßenbauliche Maßnahmen, Nachbesserungen bei der Verkehrsbeschilderung oder der Straßenmarkierung aber auch Überwachungsmaßnahmen der Polizei zur Folge haben.“ Außerdem werde es Schwerpunktaktionen geben, bei denen die Polizei das Anlegen des Sicherheitsgurts überwacht. Unvermindert fortsetzen will Herrmann darüber hinaus die Anstrengungen zu einer weiteren Reduzierung der Motorradunfälle. Die Bauämter haben allein im Jahr 2010 für mehr als 1,4 Millionen Euro an 52 gefährlichen Kur!
ven entsprechende Nachrüstungen mit einem sogenannten Unterfahrschutz an den Leitplanken vorgenommen. „Daran wollen wir auch heuer anknüpfen“, kündigte Herrmann an.
Zwar ging in 2010 auch die Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Radfahrern deutlich zurück. „Leider“, so der Minister, „kamen aber immer noch 65 Radfahrer ums Leben, mehr als 11.000 wurden verletzt. Deshalb wollen wir nicht nur verstärkt für das Tragen eines Fahrradhelms werben. Wir wollen auch unser weit verzweigtes Radwegenetz mit mehr als 7.000 Kilometern an Bundes- und Staatsstraßen und 2.000 Kilometern an Kreisstraßen weiter ausbauen“.

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