Präventionsarbeit in der Landeshauptstadt

18. Februar 2011 | Themenbereich: Mecklenburg-Vorp., Prävention | Drucken

Im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Vertretern des Kommunalen Präventionsrates und Trägern von Präventionsprojekten hat sich Innenminister Lorenz Caffier heute in Schwerin über die gesamtgesellschaftliche Präventionsarbeit in der Landeshauptstadt informiert und das Engagement aller Beteiligten gewürdigt.

„Die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität kann dauerhaft nur dann erfolgreich sein, wenn vor Ort die staatlich zuständigen Stellen ihre Arbeit mit dem Engagement möglichst vieler nichtstaatlicher Organisationen koordinieren“, betonte der Minister, der zugleich auch Vorsitzender des Landesrates für Kriminalitätsvorbeugung ist.

Dies gelingt inzwischen auch in der Landeshauptstadt Schwerin sehr gut. Gründe dafür sieht Caffier vor allem in der Wiederbelebung des Kommunalen Präventionsrates und der guten Kooperation mit der Polizei sowie in der großen Vielfalt von Projekten und Initiativen Schweriner Vereine, Organisationen, Schulen und Jugendeinrichtungen. So hob er u.a. die auf Initiative des Kommunalen Präventionsrates gebildete breite Allianz gegen Vandalismus und illegale Graffitis hervor, mit der Schwerin inzwischen landesweit beispielgebend ist.

Um diese gesamtgesellschaftliche Vernetzung zu festigen und weiter auszubauen, hat der Kommunale Präventionsrat der Landeshauptstadt kürzlich einen Förderbescheid in Höhe von 7.600 EUR zur direkten Unterstützung seiner Arbeit erhalten.

Möglich geworden war dies durch eine neue Förderrichtlinie, die im Sommer des vergangenen Jahres in Kraft getreten ist und nach der ab 2011 erstmals Kommunale Präventionsräte Fördermittel direkt beim Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung beantragen können.

„Mit dieser neuen Fördermöglichkeit verbinde ich die Erwartung“, so der Minister, „dass überall im Lande die Kommunalen Präventionsräte in ihren Landkreisen und kreisfreien Städten noch besser als bisher die Zusammenarbeit aller staatlichen und nichtstaatlichen Partner in der Präventionsarbeit koordinieren“.

Darüber hinaus fördert der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr erneut auch mehrere Einzelprojekte in der Landeshauptstadt.

Der Schweriner Jugendring e.V. erhält für sein Projekt „Illegale Graffiti nein danke, Kunst ja bitte!“ 3.000 EUR.

Das Projekt ist Bestandteil einer beispielhaften Gesamtkampagne der Stadt unter dem Titel „Bleib sauber!“, die bereits 2010 begonnen wurde und 2011 fortgesetzt wird. Das Projekt beinhaltet unter anderem Aktionstage, Graffiti-Workshops und die Herstellung von Videoclips und bindet dabei mehrere Kooperationspartner ein.

Das Projekt „Jugend 2.0 Peer-Training im www“ der Stiftung Evangelische Jugend Schwerin wird mit 2.500 EUR gefördert.

Mit diesem Projekt sollen Schweriner Jugendliche im Rahmen von Projekttagen und Workshops über Risiken und Gefahren sowie Recht und Unrecht im Umgang mit den neuen Medien aufgeklärt und sensibilisiert werden. Im Ergebnis werden 16 Schüler zu Peer-Trainern ausgebildet, die in der Folgezeit als Multiplikatoren in ihrer Altersklasse wirken sollen. Das Projekt greift damit auch den Themenschwerpunkt des diesjährigen Landespräventionstages auf, der am 16. November 2011 in Schwerin stattfindet und sich den Notwendigkeiten und Möglichkeiten der Präventionsarbeit in diesem Bereich widmen wird.

Das Projekt „Tage der ethischen Orientierung TEO toto“ der Arbeitsgruppe TEO des Amtes für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche erhält 5.000 EUR. Dieses Projekt unterstützt durch spezielle Bildungsangebote den Erwerb demokratischer Kompetenzen von Kindern und Jugendlichen, vor allem in ihrem sozialen Umfeld Schule und Familie. Während einer viertägigen Veranstaltung werden vielfältige Aktivitäten angeboten, die rund 120 Schülerinnen und Schülern aus allen Landesteilen, vorwiegend mit problematischem sozialen Hintergrund, zu Gute kommen.

Bei der heutigen Gesprächsrunde sprach der Minister den Trägern dieser Projekte seine Anerkennung für deren Engagement in der Präventionsarbeit aus.

„Für die Vorbeugung und Verhinderung von Gewalt und Kriminalität leisten Sie langfristig eine unverzichtbare Arbeit. Darauf werden wir auch in Zukunft nicht verzichten können“, so Lorenz Caffier. Der Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung wird derartige Projekte deshalb auch weiterhin entsprechend seinen Möglichkeiten fördern.

Insgesamt stehen dem Landesrat für Kriminalitätsvorbeugung in diesem Jahr erneut 326.000 EUR zur Förderung der Präventionsarbeit zur Verfügung. Nach einem festen Einwohnerschlüssel erhalten davon die Kommunalen Präventionsräte der Landkreise und kreisfreien Städte ca. 124.000 EUR. Mit den verbleibenden ca. 202.000 EUR werden im Ergebnis eines vorgeschriebenen Antragsverfahrens landesweit über 50 Einzelprojekte gefördert.

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