Schleierfahndung

17. Februar 2011 | Themenbereich: Bayern, Kriminalität | Drucken

Die Schleierfahndung durch die bayerische Polizei ist eine Erfolgsgeschichte bei der Kriminalitätsbekämpfung. „Bei der Schleierfahndung hat unsere Polizei im Jahr 2010 mehr als 21.000 Rechtsverstöße festgestellt. Das ist eine hervorragende Bilanz. Wir dürfen Drogenkurieren, Menschenhändlern oder Autoschiebern keine Chance lassen. Die Zahlen zeigen: Die Schleierfahndung ist unverzichtbar für die Innere Sicherheit in Bayern“, sagte Innenminister Joachim Herrmann heute in München. Bei den festgestellten Rechtsverstößen handelt es sich vor allem um Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz, das Waffengesetz, ausländerrechtliche Vorschriften und Urkundsdelikte. Knapp die Hälfte der Verstöße wurde nicht im unmittelbaren Grenzbereich, sondern weiter im Landesinneren – etwa an Durchgangsstraßen – aufgedeckt.

Bayern hatte schon in den 90er Jahren eine polizeiliche Befugnis zu verdachts- und ereignisunabhängigen Kontrollen geschaffen und damit eine Vorreiterrolle in Deutschland übernommen. Die Schleierfahndung ist heute vor allem eine wichtige Ausgleichsmaßnahme für den Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der Europäischen Union. Herrmann: „Durch die Schleierfahndung ist es uns gelungen, auch nach dem Wegfall der letzten Grenzkontrollen vor drei Jahren einen Anstieg der Kriminalität im Grenzbereich und in Bayern insgesamt zu verhindern. Unsere Kontrollen richten sich vor allem gegen international agierende Banden entlang den Durchgangsstraßen in ganz Bayern sowie im grenznahen Raum zu Tschechien und Österreich.“