Crash Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart.

17. Februar 2011 | Themenbereich: Nordrhein Westfalen, Verkehr | Drucken

Allerorts hört man von der neuen innovativen Landeskampagne Crash Kurs NRW, dessen Projektleitung dem LAFP NRW übertragen und von der Abteilung 4 des Hauses übernommen wurde. Eine bewegende Kampagne, die einem jeden Interessierten unter die Haut geht und unbestritten zum Nachdenken über das eigene Verhalten anregt!

„Crash Kurs NRW – Realität erfahren. Echt hart.“ heißt die neue Verkehrssicherheitskampagne der nordrhein-westfälischen Polizei. Im Jahr 2009 ereigneten sich in Nordrhein-Westfalen mehr als 63.000 „Verkehrsunfälle mit Personenschäden“. Was bei dieser statistischen Aussage meist nicht wahrgenommen wird: Dahinter verbirgt sich großes persönliches Leid von Unfallopfern, Angehörigen, Freunden, aber auch Unfallverursachern.

Crash Kurs NRW ist ein neues Präventionskonzept, welches die Polizei gemeinsam mit Partnern flächendeckend an allen Schulen in NRW durchführen will. Dahinter steckt die älteste Methode der Welt, junge Menschen auf die Gefahren des Lebens vorzubereiten. Erzählungen. Aber wirksames Erzählen will gelernt sein. Das LAFP NRW bereitet zur Unterstützung des Projektes ein Fortbildungsangebot für Mitglieder bzw. Organisatoren der örtlichen Crash Kurs Teams vor.

Für Polizeioberrat Uwe Ganz (Leiter der Dezernate 41 und 42 im LAFP NRW) und Polizeihauptkommissar Willi Mülligans (Lehrender im LAFP NRW) ist das nicht unproblematisch, weil hier für eine Zielgruppe mit sehr unterschiedlichen Voraussetzungen, unter hohem Zeitdruck, ein stimmiges Konzept auf die Beine gestellt werden muss.

Willi Mülligans: „Echt hart ist also nicht nur die Realität, die der Crash Kurs Schülerinnen und Schülern vor Augen führen soll. Ein stimmiges Konzept für diese Zielgruppe lässt sich nicht einfach mal so eben aus dem Boden stampfen. Aber mit dem Ziel vor Augen, einen wichtigen Beitrag zur Rettung von Menschenleben zu leisten, macht man das sehr gern.“

Uwe Ganz: „Wenn man sich vor Augen führt, dass die so genannten Jungen Fahrer zwischen 18 und 24 Jahren 8 Prozent der Bevölkerung in NRW ausmachen, aber 19 Prozent aller schweren Unfälle verursachen, wird klar, wer zur Zielgruppe des Projektes gehören muss. Im letzten Jahr starben dadurch 114 Menschen!“

Jeder Getötete, jeder Schwerverletzte ist einer zuviel, sagt NRW-Innenminister Ralf Jäger als Schirmherr in seiner Rede zum Kampagnenstart! Mit dem „Crash Kurs NRW“ soll die Situation im Lande entscheidend verändert werden. Die Zielgruppe der Kampagne sind junge Leute, die überproportional an schweren Unfällen beteiligt sind. Für sie wurde das Projekt ins Leben gerufen. Beim „Crash Kurs NRW“ machen Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienste, Schulen und andere Beteiligte gemeinsame Sache, so der Innenminister weiter. Der „Crash Kurs NRW“ führt sehr anschaulich vor Augen, was bei einem Unfallgeschehen die Ursachen sind. Die Erfahrungsberichte sprechen die Gefühle an und aktivieren das Vorstellungsvermögen. Der „Crash Kurs NRW“ appelliert eindringlich und gewissermaßen auch unausweichlich an das Verantwortungsbewusstsein. Die Botschaft ist dabei so einfach wie wirkungsvoll: Nur wenn wir uns im Straßenverkehr an die Regeln halten, schützen wir Leben – das der anderen Verkehrsteilnehmer und unser eigenes.

Die Gesamtprojektleitung hat der Leitende Polizeidirketor Uwe Hofmann (Leiter der Abteilung 4 im LAFP NRW) inne. Er wird vertreten durch Polizeioberrat Uwe Ganz.

Man kann bereits jetzt feststellen, dass die ersten Resonanzen von jungen Erwachsenen, Schülern, Lehrern und Medien als durchweg positiv zu bezeichnen sind. Ein solches Feedback ist eine sehr wertvolle Bestätigung für die viele und zweifelsohne so anstrengende wie emotionale Projektarbeit aller Akteure.

Nicht nur junge Menschen an öffentlichen Schulen profitieren von der Kampagne, sondern auch die vielen jungen Menschen im LAFP NRW. Die Ausbildung der Polizeikommissaranwärterinnen und Polizeikommissaranwärter der nordrhein-westfälischen Polizei wird durch das Projekt gleichermaßen nachhaltig tangiert werden.

Quelle: LAFP NRW

Ihre Meinung ist uns wichtig,
kommentieren Sie diesen Artikel!

Jedoch, auf Cop2Cop gilt die Netiquette als Leitfaden für die Kommunikation. Alle Beiträge werden von Administratoren geprüft und freigeschaltet. Beiträge, die persönliche Beleidigungen, Diffamierungen, rechtswidrige Texte oder Werbung beinhalten, werden ebenso unkommentiert entfernt, wie Off-Topic-Beiträge und SPAM. Zeilen und Absätze brechen automatisch um. Die E-Mail Adresse dient internen Zwecken und wird nie angezeigt.